Mit den Pfunden steigt die Krebsgefahr

Übergewicht und Fettleibigkeit erhöhen das Risiko einer Vielzahl von Erkrankungen. Bluthochdruck, Zuckerkrankheit und Herzkreislauferkrankungen sind nur einige davon. Auch für viele Krebserkrankungen ist Übergewicht verantwortlich, so US-Forscher. Sie errechneten Zahlen anhand einer großen Datenbasis, die sie im Jounal "Lancet Oncology" veröffentlichten.

 

 

Übergewicht und Krebs: Frauen gefährdeter

 

Weltweit 500.000 neue Krebsfälle errechneten Wissenschaftler der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) für das Jahr 2012. Sie hatten verschiedene Datensätze zur Häufigkeit von Krebserkrankungen und Todesfällen unter die Lupe genommen und entwickelten ein Modell, um die Anzahl der Krebsfälle abzuschätzen, die mit einem erhöhten Körpergewicht zusammenhängen.

 

Ihre Untersuchung zeigt, dass Frauen gefährdeter sind, aufgrund von Übergewicht Krebs zu entwickeln als Männer. Überschüssige Pfunde waren bei Frauen im Jahr 2012 für 5,4 Prozent bzw. 345.000 neue Krebserkrankungsfälle weltweit verantwortlich, bei Männern für 1,9 Prozent entsprechend 136.000 Neuerkrankungen.

 

Häufigste Krebsarten aufgrund von Übergewicht bei Frauen sind Brustkrebs nach den Wechseljahren, Gebärmutterkrebs und Darmkrebs. Männer entwickeln am häufigsten Darm- und Nierenkrebs.

 

 

 Häufigkeiten in Ländern ganz verschieden

 

In den entwickelten Ländern hängen acht Prozent der Krebsfälle bei Frauen und drei Prozent bei Männern mit einem zu hohen Körpergewicht zusammen. Dabei unterscheiden sich die Zahlen unter den verschiedenen Ländern stark. Während in Staaten wie Tschechien, Jordanien, Argentinien, Malta und Großbritannien vor allem männliche Gewichtsträger häufiger Krebs entwickelten, waren Frauen aus Barbados, Tschechien und Puerto Rico häufiger betroffen.

 

Bekannt ist, dass Übergewicht und Fettleibigkeit in der Bevölkerung stetig zunehmen. Damit steigen auch die Zahlen von Krebsfällen. Dies ließe sich verhindern, wenn der Prävention und Behandlung von Übergewicht mehr Ressourcen und Bemühungen zugute kämen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann08.12.14Zum AnfangZurück

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