Mehrere Faktoren senken männliche Fruchtbarkeit

Wünschen sich Paare ein Kind und es kommt zu keiner Schwangerschaft, kann eine herabgesetzte Fruchtbarkeit des Mannes verantwortlich sein. Dass anstrengende körperliche Arbeit, Bluthochdruck und Medikamente Männer unfruchtbar machen können, zeigt eine aktuelle Untersuchung im Journal "Fertiliy and Sterility".

 

 

Ursache der Kinderlosigkeit kann bei Mann und Frau liegen

 

Millionen von Frauen und Männern in Deutschland sind ungewollt kinderlos. Die Ursache dafür liegt zu etwa 30 Prozent beim Mann, zu 30 Prozent bei der Frau und zu weiteren 30 Prozent an beiden Partnern. Manchmal lässt sich die Ursache aber auch nicht klären. Erstmals untersuchten Wissenschaftler nun die körperliche Arbeitsbelastung hinsichtlich der Fruchtbarkeit unter Männern.

Dafür untersuchten sie über ein Jahr lang mehr als 500 Paare, die nicht verhüteten. Die Männer der Untersuchung waren durchschnittlich 31,8 Jahre alt.

 

Körperlich anstrengende Arbeit kann Spermaqualität beeinträchtigen

 

Es zeigte sich, dass 13 Prozent der Männer, die angegeben hatten, körperlich hart zu arbeiten, eine geringere Spermaqualität aufwiesen. Die Anzahl ihrer Spermien war geringer. Dies betraf aber nur knapp halb so viele Männer, die sich körperlich während der Arbeit nicht anstrengen mussten. Andere Belastungen am Arbeitsplatz wie Hitze, Lärm oder langes Sitzen hatten jedoch keine Auswirkungen auf die Anzahl der Spermazellen.

Daneben erwiesen sich ein hoher Blutdruck und das Einnehmen von Medikamenten als Risikofaktoren für eine ungewollte Kinderlosigkeit. Hinsichtlich der Medikamente zeigte sich, dass die Samenzahl mit der Anzahl der eingenommen Arzneien verringert war.

 

Bei einer herabgesetzten Samenqualität lohnt also ein erweiterter Blick auf Arbeitsbelastung, sonstige Gesundheit und Medikamenteneinnahmen. Denn diese Faktoren sind oftmals veränderbar. Entsprechend kann die Samenqualität auch wieder zunehmen und die Wahrscheinlichkeit für die Zeugung des gewünschten Nachwuchses steigt.

Quelle: Dr. Julia Hofmann23.03.15Zum AnfangZurück

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