Mehr Geburtsdefekte bei Teenie-Vätern?

Der Samen sehr junger Männer weist wie auch der älterer Männer mehr Erbgutschäden auf als der von 20- bis 30-jährigen Männern. Dies könnte sich in häufigeren Geburtsdefekten bei den Nachkommen niederschlagen. In den Eizellen von Frauen lassen sich keine vermehrten Veränderungen nachweisen.

 

 

Fehler bei Zellteilungen verursachen Schäden in der Erbinformation

 

Kinder sehr junger Väter im Teenageralter könnten ein erhöhtes Risiko für Geburtsdefekte wie die Spina bifida aufweisen, ähnlich wie dies auch bei Kindern älterer Männer zu beobachten ist, zeigt eine Untersuchung eines deutsch-britischen Forscherteams. Sie hatten 24.000 DNA-Proben von Eltern und ihren Kindern untersucht.

 

Möglicherweise verläuft die Spermaproduktion in der Pubertät noch nicht fehlerfrei, vermuten die Forscher. Aufgrund vieler Zellteilungen kann es zu Fehlern der Erbinformation kommen.

Andere Wissenschaftler zweifeln an der Interpretation der Ergebnisse, wonach es bei Teenie-Vätern zu mehr Geburtsdefekten kommen kann. Denn die untersuchten Genomteile in der Studie wären nicht aktiv, sondern stumm und deshalb für Erkrankungen beim Nachwuchs nicht von Bedeutung.

 

In Eizellen von pubertierenden Frauen konnten die Wissenschaftler keine vermehrten Veränderungen der Erbinformation nachweisen. Denn Frauen werden bereits mit der kompletten Anzahl an verfügbaren Eizellen geboren und es sind keine Zellteilungen notwendig.

Quelle: Dr. Julia Hofmann02.03.15Zum AnfangZurück

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