Meditation könnte bei Trauma helfen

Meditation ist bei vielen Erkrankungen wirksam. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass sie auch Menschen mit Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) helfen könnte. Diese Störung kann sich nach schweren Traumen etwa durch Krieg, Gewalt oder Missbrauch entwickeln.


PTBS ist mit Veränderungen im Gehirn verbunden 

Eine aktuelle im "The Permanente Journal" von Forschern der Maharishi University of Management in Fairfield, Iowa, will eine gute Wirkung der trazendentalen Meditation bei Patienten mit PTBS nachgewiesen haben. Wissenswert ist, dass die transzendentale Meditation aufgrund der Weltanschauung schon vielfach in die Kritik geraten ist und wissenschaftliche Studien nicht immer unabhängig zu sein scheinen.

Die PTBS ist eine psychische Erkrankung, die sich nach erlebten lebensbedrohlichen Traumen einstellen kann. Typisch sind "Flahsbacks". Das sind auch lange Zeit nach dem Trauma immer zurückkehrende Gefühle im Durchleben der vergangenen traumatischen Ereignisse. Dabei handelt es sich um Gefühle wie Angst und Panik, Hilflosigkeit und andere als bedrohlich empfundene Emotionen. Entsprechend der Gefühle ist auch das Verhalten Betroffener beeinträchtigt. Aus Albträumen, Angst, Depressionen, Stress und Vermeidung sozialer Kontakte entsteht oft ein Teufelskreis. Als ursächlich werden Veränderungen im Gehirn angesehen. Die Erkrankung kommt häufig bei Kriegsveteranen oder Sträflingen vor, aber auch auf andere Lebensereignisse kann bei dafür empfänglichen Menschen eine PTBS folgen.


Meditation: Weniger Stressreaktionen, mehr Stabilität

In der aktuellen Studie wurden 181 Sträflinge mit moderatem bis  hohem Risiko für Symptome einer PTBS untersucht. Sie führten per Zufall ausgewählt entweder nach Einweisung vier Monate zweimal zwanzig Minuten pro Tag lang transzendentale Meditation aus oder nicht. Alle Studienteilnehmer erhielten eine Standardversorgung. 

Sträflinge, die meditierten, wiesen den Studienergebnissen zufolge eine 47-prozentige Reduktion von PTBS-Symptomen wie Angst, Depressionen, Schlafstörungen und Stress auf. Laut Wissenschaftlern reduziert die Meditationstechnik die erhöhe Aktivität des sympathischen Nervensystems und auf einer Hirnebene, die in Notsituationen Reaktionen wie Flucht- und Angriff steuert.
Bildgebende Untersuchungen und psychophysiologische Forschungsarbeiten hätten gezeigt, dass transzendentale Medizin die Reaktion auf Stressreize reduziert, was zu einer verbesserten Stabilität und Funktion führt. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.10.16Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: