Medikamente: Angst vor Nebenwirkungen

Die in Beipackzetteln von Medikamenten aufgeführten möglichen Nebenwirkungen erschrecken viele Patienten. Diese sollten sich aber nicht verunsichern lassen, so die Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände (ABDA).

 

 

Häufigkeit von Nebenwirkungen verstehen

 

Nicht nur die Art der Nebenwirkungen auf Beipackzetteln von Medikamenten, sondern auch die Angaben zu den Häufigkeiten der Nebenwirkungen machen vielen Patienten Angst. Manch einer nimmt das verschriebene Medikament vielleicht deshalb sogar lieber erst gar nicht ein, obwohl es für die Gesundheit nötig wäre.

 

Die Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen sollten Patienten aber auch richtig bewerten, so die ABDA: Eine häufige Nebenwirkung kommt bei weniger als einem von zehn Anwendern vor. Bei gelegentlichen Nebenwirkungen ist weniger als einer von 100 betroffen.

 

Bei Unsicherheiten empfiehlt sich das Gespräch mit dem Arzt, aber auch mit dem Apotheker. Sachliche Informationen zu den Risiken und Nebenwirkungen sind die beste Möglichkeit, auf die Bedenken von Patienten einzugehen.

 

Die im Beipackzettel vermerkten Nebenwirkungen treten nicht bei jedem Anwender auf. Herstellende Firmen sind aber verpflichtet, die bekannten Nebenwirkungen und ihre Häufigkeiten auf Beipackzetteln mitzuteilen. So kann es mitunter zu sehr vielen gelisteten Nebenwirkungen kommen. Patienten gewinnen dann vielleicht den Eindruck, dass das Medikament mehr schadet als nützt.

 

 

Nebenwirkungen auch bei rezeptfreien Medikamenten

 

Treten tatsächlich Nebenwirkungen auf, sollten Patienten diese dem Apotheker mitteilen. Dieser veranlasst eine Meldung bei der Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker.

 

Wichtig zu wissen ist auch, dass die Wirkungen eines Medikamentes erwünscht, aber auch unerwünscht sein können. Keine Wirkung ohne Nebenwirkung, heißt es, auf den einzelnen Patienten muss das aber nicht zutreffen. Bei Betrachtung vieler Anwender aber zeigt sich bei einigen auch die ein oder andere Nebenwirkung.

 

Natürlich haben nicht nur vom Arzt verschriebene Medikamente Nebenwirkungen. Genauso betroffen sind rezeptfreie, frei in der Apotheke erhältliche Wirkstoffe. Auch hier ist der Apotheker der Fachmann, der über mögliche Risiken informiert.

Quelle: Dr. Julia Hofmann06.07.15Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: