Maikinder sind am gesündesten

Erkrankungen sind offenbar mit dem Geburtsdatum verbunden. Allerdings hat die Sternenkonstellation damit eher nichts zu tun. Computerberechnungen zeigen aber, dass Herbstkinder krankheitsanfälliger sind und Maikinder am gesündesten. Auch für Herzerkrankungen ließen sich Häufungen in Abhängigkeit vom Geburtsmonat feststellen.

 

 

Forscher untersuchen fast 1.700 Krankheiten

 

Forscher der Columbia University entwickelten eine computerbasierte Methode, um Erkrankungen mit dem Geburtsmonat in Verbindung zu setzen. Sie nutzen dafür Krankendaten aus großen Datenbanken News Yorks. Es zeigte sich, dass Menschen, die im Mai geboren wurden, allgemein das geringste Krankheitsrisiko aufwiesen. 

 

Mit diesen Daten hoffen die Forscher nun neue Erkenntnisse zu Risikofaktoren für bestimmte Erkrankungen zu gewinnen. Dafür wollen die Wissenschaftler die Berechnungen aber zunächst für verschiedene Orte in den USA anstellen.

 

Frühere Untersuchungen ließen bereits vermuten, dass Erkrankungen wie die Aufmerksamkeit-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Asthma mit der Jahreszeit der Geburt in Zusammenhang stehen. Doch fehlen groß ausgelegte Studien, die das beweisen. Die Forscher verglichen deshalb 1.688 Erkrankungen mit den Geburtsdaten und der medizinischen Vergangenheit von 1,7 Millionen New Yorkern, die zwischen 1985 und 2013 medizinisch behandelt worden waren.

 

 

Neue mögliche Zusammenhänge aufgedeckt

 

Es fanden sich 1.600 Assoziationen zwischen Krankheit und Geburtsmonat. 39 Verbindungen waren bereits aus früheren Untersuchungen bekannt, 16 neue wurden gefunden. Demnach ist das Asthmarisiko für Juli- und Oktoberkinder besonders groß, das ADHS-Risiko für Novemberkinder.

 

Es fanden sich auch Verbindungen zwischen verschiedenen Herzkrankheiten und dem Zeitpunkt der Geburt. So ist beispielsweise das Risiko für Vorhofflimmern und andere Herzkrankheiten für im März Geborene am höchsten. Ergebnisse wurden im "Journal of the American Medical Informatics Association" veröffentlicht.

Quelle: Dr. Julia Hofmann26.06.15Zum AnfangZurück

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