Männer: Brustkrebs zu wenig beachtet

Brustkrebs, da denken die Meisten an erkrankte Frauen. Doch auch Männer können den Krebs entwickeln. Dies geschieht zwar deutlich seltener, doch werden die Tumore oftmals erst spät erkannt.

 

 

Männer wissen um die Erkrankung oftmals nicht

 

Der Oktober ist der Brustkrebsmonat. Wohltätigkeitsorganisationen und andere Einrichtungen auf der Welt tragen pink. "Think pink" - Mit einem rosa Anstrich steht der Oktober auch dieses Jahr für das Thema Brustkrebs.  Allein die Farbe lässt vielleicht bereits vergessen, dass nicht nur Frauen von der Krebserkrankung betroffen sind, sondern auch Männer.

 

In Deutschland erkranken jedes Jahr um die 600 Männer an Brustkrebs. Sie stehen 70.000 neu erkrankten Frauen gegenüber. Unterschiede bestehen aber hinsichtlich des Zeitpunktes der Diagnose und der Prognose. Der Krebs wird bei Männern oft erst aufgedeckt, wenn sich der Tumor bereits ausgebreitet hat. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass das Bewusstsein für die Erkrankung bei Männern gering ist.

 

Eine Studie der University of Denver aus 2010 zeigt, dass 80 Prozent der Männer nicht wissen, dass Brustkrebs auch Männer treffen kann. Aber was sind die Risikofaktoren von Brustkrebs bei Männern und wie macht sich die Erkrankung bemerkbar?

 

 

Symptome bei Frauen und Männern

 

Männer erkranken durchschnittlich deutlich später als Frauen, nämlich meist im Alter um die 70 Jahre. Risikofaktoren sind ein Ungleichgewicht von Hormonen und Erbfaktoren, die auch bei Frauen eine Rolle spielen. Auch angeborene chromosomale Störungen wie das Klinefelter-Syndrom, bei dem Männer zwei weibliche Geschlechtschromosomen aufweisen, erhöht das Brustkrebsrisiko. Wie bei Frauen auch sind weitere mögliche Risikofaktoren Rauchen, Übergewicht, Strahlenbelastung und ein hoher Alkoholkonsum.

 

Das am häufigsten vorkommende Symptom bei Brustkrebs von Männern und Frauen ist eine Schwellung oder ein Knoten in der Brust oder im Bereich der Lymphknoten in den Achseln. Eine Dellenbildung oder ein Zusammenziehen der Haut kann auffallen, die Brustwarze kann eingezogen sein oder andere Veränderungen können bestehen. Auch ist ein Austreten von Flüssigkeit aus der Brustwarze möglich.

 

Für Veränderungen können auch andere Erkrankungen verantwortlich sein. Dennoch ist wichtig, bei Auffälligkeiten früh den Arzt aufzusuchen. Nur so lässt sich Brustkrebs frühzeitig entdecken und behandeln, bevor er sich ausgedehnt hat. Diagnostik und Behandlung unterscheiden sich bei Frauen und Männern wenig.

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.10.15Zum AnfangZurück

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