Macht Testosteronmangel Männer depressiv?

Männer mit grenzwertig erniedrigten Werten des männlichen Geschlechtshormons Testosteron könnten häufger an Depressionen leiden, so US-Forscher vom Zentrum für Andrologie der George Washington Universität. Sie empfehlen Männer mit grenzwertig niedrigen Hormonwerten genauer auf Depressionen und depressive Symptome zu untersuchen.

 

 

Depressionen aufgrund grenzwertiger Geschlechtshormone

 

Der Studie zugrunde liegen die Daten von 200 erwachsenen Männern zwischen 20 und 77 Jahren und grenzwertigen Testosteronwerten zwischen 250 und 350 Nanogramm pro Deziliter. Die Forscher untersuchten einen möglichen Zusammenhang der Werte zu Alter, Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahmen, Zeichen und Symptomen einer Unterfunktion der Keimdrüsen bzw. des Hodens und depressive Symptome und Depressionen.

 

Ganze 56 Prozent der Männer litten unter depressiven Beschwerden oder einer Depression. Darüber hinaus nahm bereits ein Viertel der Männer antidepressiv wirkende Medikamente ein. Die Männer waren auch häufiger übergewichtig oder sogar fettleibig und außerdem körperlich weniger aktiv. Die häufigsten Beschwerden waren erektile Dysfunktion (Impotenz), Einschränkungen der sexuellen Lust, seltenere Morgenerektionen, Einbußen in der Energie und Kraft sowie Schlafstörungen.

 

Bei grenzwertig erniedrigten Hormonwerten lohnt es laut Forschern nicht nur, nach depressiven Beschwerden zu fahnden, sondern auch Übergewicht und ungesunde Lebensstilfaktoren zu beeinflussen. Die Studie veröffentlichten die Forscher im "Journal of Sexual Medicine".

Quelle: Dr. Julia Hofmann21.07.15Zum AnfangZurück

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