Lungenkrank? Sport hilft!

Wird die Luft knapp, meiden die meisten Lungenkranken jede Anstrengung. Vielen chronischen Lungenerkrankungen lässt sich aber mit Anstrengung und Sport begegnen, so Experten anlässlich des diesmonatigen Deutschen Lungentages. Denn Muskelkraft und Koordination müssen trainiert werden.

 

Je größer die Schonung, desto mehr Luftnot

Treppen, körperliche Arbeit oder bereits das Laufen kurzer Strecken lässt vielen Lungenkranken die Luft wegbleiben, sodass sie sich schonen. Es droht langfristig aber nicht nur eine Verstärkung der Atemnot, sondern auch andere Erkrankungen wie Zuckerkrankheit (Diabetes), poröse Knochen (Osteoporose) und Gefäßleiden. Diese chronischen Erkrankungen teilen sich den Risikofaktor Bewegungsarmut.

 

Eine der weltweit am häufigsten vorkommenden Lungenerkrankungen ist die chronische obstruktive Lungenkrankheit (COPD). In Deutschland sind laut Deutscher Atemwegsliga drei bis fünf Millionen Menschen betroffen.

 

Regelmäßiges Training verbessert auch Luftnot

Lungensport ist eine speziell auf Lungenkranke ausgerichtete Bewegungstherapie. Sie ist bei vielen Lungenerkrankungen wie auch Asthma geeignet. Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining sind so abgestimmt, dass das Training effektiv ist. Übungsleiter nehmen auf das individuelle Leistungsvermögen Rücksicht und ein Arzt ist in Rufbereitschaft.

 

Regelmäßiges Training zweimal pro Woche bessert nachweislich die Luftnot, die Kondition wird besser. Weitere Vorteile sind weniger Krankenhausaufenthalte aufgrund der Lungenerkrankung, ergab eine Studie. Ob möglicherweise sogar Entzündungen zurückgehen, ist nicht sicher geklärt. Das Training könnte aber zu einer Abnahme der Infektanfälligkeit führen.

 

Kursgebühren werden oft anteilig oder ganz von der Krankenkasse übernommen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann25.09.14Zum AnfangZurück

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