Licht gegen Kurzsichtigkeit

Bei Kurzsichtigkeit ist meist der Augapfel zu lang. Der Fehlsichtigkeit bei Kindern lässt sich aber möglicherweise vorbeugen, wenn diese sich viel im Freien aufhalten, so Experten. Helles Tageslicht scheint das Längenwachstum des Augapfels einzudämmen.

 

 

Risikofaktoren: Vererbung, Naharbeit und Licht

 

Laut der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft kann helles Tageslicht vor der Entwicklung einer Kurzsichtigkeit bei Kindern schützen. Studien zeigen, dass Kinder, die sich viel im Freien aufhalten, seltener kurzsichtig werden. Ursache ist vermutlich die vermehrte Freisetzung des Nervenbotenstoffes Dopamin in der Netzhaut des Auges, der das Längenwachstum des Augapfels verhindert.

 

Die Ursachen der Kurzsichtigkeit sind offenbar vielfältig: Vererbungsfaktoren und Naharbeit wie Lesen spielen ein Rolle. Dass auch Licht ein Faktor ist, ergaben mehrere Studien unter anderem auch an Tieren.

 

In Innenräumen beträgt die Helligkeit des Lichtes etwa 500 Lux. An sonnigen Tagen beträgt sie im Freien im Schatten 10.000 Lux. Um Kurzsichtigkeit zu verhindern, sollten Kinder etwa drei Stunden am Tag im Freien bei 10.000 Lux verbringen, heißt es in der Fachzeitschrift "Nature". 

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.05.15Zum AnfangZurück

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