Lebensgefahr: Bettpolster im Kinderbett

US-Forscher warnen Eltern davor, das Kinderbett mit einem Polsterschutz zu versehen. Die Fälle von Plötzlichem Kindstod in den USA sind in den letzten Jahren deshalb deutlich angestiegen.

 

 

Bettpolster als Ursache von Erstickung

 

Im Handel erhältliche Polster für das Kinderbett sehen vielleicht hübsch aus und werten das Babybett optisch auf. Doch weisen Experten seit Jahren auch darauf hin, dass die Polster eine unkalkulierbare Gefahr für das Baby darstellen. Dies belegen nun auch Zahlen einer Studie im "Journal of Pediatrics".

 

Forscher der US Consumer Product Safety Commission (CPSC) untersuchten die Daten zu Todesfällen von Säuglingen aus den Jahren 1985 bis 2012. Sie nahmen Totenscheine, Autopsieberichte und Todesumstände der Kinder genauer unter Lupe.

 

48 Fälle von plötzlichem Kindstod im Untersuchungszeitraum standen in Zusammenhang mit den Babybettpolstern. In 146 Fällen war es aufgrund der Bettpolster zu einem Unfall gekommen, bei denen die Babys fast erstickt, erdrosselt oder stranguliert worden wären. Von den 48 registrierten Todesfällen hätten sich laut Wissenschaftler 32 Todesfälle vermeiden lassen, wenn keine Bettpolster benutzt worden wären. Das Alter der Kinder zum Todeszeitpunkt betrug durchschnittlich 4,6 Monate, jedoch waren viele Kinder auch deutlich jünger oder älter.

 

 

Experten: Niemals Bettpolster verwenden!

 

Die häufigste Todesursache war, dass das Bettpolster Mund und Nase der Babys verschlossen hatte und diese erstickten. Manche Kinder waren aber auch zwischen Gitterstäben und Bettpolster eingeklemmt, sodass es zur Erstickung kam.

 

Möglicherweise wären die Todeszahlen von Kindern aufgrund der Verwendung von Bettpolstern sogar noch höher, so die Forscher. Sie raten dringend von der Verwendung ab, unabhängig davon, um welche Art des Polsters es sich handelt.

Quelle: Dr. Julia Hofmann01.12.15Zum AnfangZurück

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