Lärm belastet auch das Herz

Zu viel Lärm, sowohl in Stärke als auch in der Dauer, kann nachhaltige gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Schäden hervorrufen. Diese betreffen nicht nur das Gehör selbst, sondern den gesamten Organismus, indem zu viel Krach körperliche Stressreaktionen auslöst.

Dies kann auch bereits bei Schallpegeln geschehen, die zu niedrig sind, um dem Gehör selbst zu schaden. Als Beispiel ist hier Verkehrslärm zu nennen. Lärm als psychosozialer Stressfaktor beeinträcht somit nicht nur die Lebensqualität und das subjektive Wohlbefinden, sondern er aktiviert auch das autonome und das hormonelle System im Körper. Der Körper schüttet vermehrt Stresshormone aus, die ihrerseits in die Stoffwechselvorgänge des Körpers eingreifen. Dadurch wird auch die Kreislaufregulierung in Mitleidenschaft gezogen.

Ein internationales Forscherteam aus der Schweiz, Spanien, den Niederlanden und Schweden veröffentlicht: "Angesichts der Auswirkungen von Lärm auf die Ausschüttung von Stresshormonen und die Schlafqualität scheint ein kausaler Zusammenhang zwischen Verkehrslärm und einer ischämischen Herzerkrankung plausibel."

Diese Reaktionen treten auch im Schlaf auf oder bei Personen, die glauben, sich an den Lärm gewöhnt zu haben.

Quelle: Silke Funk16.02.18Zum AnfangZurück

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