Länger faltenfrei mit Hyaluronsäure

Hyaluronsäure als Füllstoff gegen Falten wirkt länger, wenn zusätzlich das nervenlähmende Botox (Boltunimtoxin) gespritzt wird, so türkische Forscher. Botox dient ebenfalls der Faltenbehandlung.

 

 

Bessere Wirksamkeit durch Botox plus Hyaluronsäure?

 

Dermale Hautinjektionen mit Füllern zählen zu den am häufigsten angewendeten, minimal-invasiven kosmetischen Behandlungen. Gerne wird Hyaluronsäure eingesetzt, denn der gelbasierte Füllstoff ist natürlichen Ursprunges und gut verträglich. Der rasche Abbau von Hyaluronsäure jedoch lässt die Falten oftmals schneller wieder zum Vorschein kommen, als den Betroffenen lieb ist. Die Wirksamkeitsdauer hängt allerdings nicht nur von den Eigenschaften des verwendeten Füllers ab, sondern auch von der Beanspruchung benachbarter Muskeln.

 

Um diese Beanspruchung zu reduzieren, verwenden manche Ärzte zusätzlich Botox, das die Muskel im mit Hyaluronsäure behandelten Areal lähmt. Die vorübergehende Lähmung hält einige Monate lang an. 

 

 

Kombinierte Behandlung hält Falten länger fern

 

Eine Studie zum Thema machten Wissenschaftler der University Faculty of Medicine in Samsun, Türkei, um die Wirksamkeit der kombinierten Behandlung zu belegen. Sie spritzten Hasen Hyaluronsäure unter die Haut vor den Ohren. Dieses Areal entspricht dem Stirnbereich beim Menschen, der ja oftmals kosmetisch behandelt wird. Auf einer Seite behandelten die Forscher nur mit Hyaluronsäure, auf der anderen Seite in Kombination mit Botox. Nach drei Monaten zeigten bildgebende Untersuchungen mit der Magnetresonanztomographie, wie viel Hyaluronsäure sich noch im Gewebe befand.

 

Botox konnte den Abbau der Hyaluronsäure um 42 Prozent verringern. Zugleich war das verbleibende Volumen des Füllstoffes auf der Seite mit zusätzlicher Botoxanwendung um 50 Prozent größer. Der Unterscheid zwischen den beiden behandelten Seiten war nicht nur messbar, sondern auch sichtbar. Die Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichten die Forscher in "Plastic and Reconstructive Surgery". 

Quelle: Dr. Julia Hofmann11.01.16Zum AnfangZurück

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