Kurkuma: Gesundheitsnutzen begrenzt

Kurkuma gilt als äußerst gesund. Das Gewürz soll vor vielen Krankheiten schützen und sogar vor Krebs bewahren. Zweifel an dieser Überzeugung kommen nach einer aktuellen Studienanalyse auf. Der Nutzen von Kurkuma allein ist demnach eher als sehr begrenzt zu bewerten.


Körper kann Kurkuma nur begrenzt aufnehmen

Kurkuma, auch gelber Ingwer, Gelbwurzel oder Safranwurzel genannt, ist als natürliches Gesundheitsmittel populär. Kurkuma ist ein Inhaltsstoff von Curry und ist seit Jahrzehnten Bestandteil der traditionellen Medizin. Forscher versuchten nun, der Wirksamkeit der Substanz auf die Spur zu kommen und untersuchten dafür die Literatur zum Thema.

Chemisch handelt es sich bei Kurkuma demnach unter physiologischen Bedingungen um eine instabile Substanz und wird vom Körper nicht vollständig aufgenommen. Das beeinflusse die Möglichkeit, Kurkuma als medizinisches Therapeutikum einzusetzen, so die Autoren der im "Journal of Medicinal Chemistry" veröffentlichten Studie. Sie fanden auch aus doppelblinden, plazebo-kontrollierten Studien keine Beweise dafür, dass Kurkuma ein potentielles Allheilmittel ist. 

Dies sei jedoch kein Grund, mit Forschungsarbeiten zur Wirksamkeit aufzuhören, so die Wissenschaftler. Der Extrakt aus Gelbwurzel und Zubereitungen daraus könnten durchaus positive therapeutische Wirkungen entfalten. Möglicherweise erstrecke sich die Wirksamkeit aber nicht auf alle der bisher angenommenen und propagierten Erkrankungen.


Kurkuma wirkt verdauungsfördernd

In zukünftigen Studien sollten Wissenschaftler einen ganzheitlicheren Einsatz wählen, um die Wirkung der chemisch vielfältigen Bestandteile genauer bestimmen zu können und den potentiellen Nutzen zu identifizieren. 

Deutsche Forscher der Universität Hohenheim haben Kurkuma ebenfalls schon genauer untersucht. Sie stellten in Experimenten krebswachstumshemmende Eigenschaften fest. Zudem bildeten sich in experimentellen Untersuchungen weniger Ablagerungen von Eiweißkomplexen im Gehirn, die an der Entstehung der Alzheimer beteiligt sind. Ob die Wirkung allerdings durch eine orale Einnahme beim Menschen gegeben ist, ist nach der aktuellen Studie fraglich. Kurkuma hat außerdem verdauungsfördernde Wirkung und soll gut gegen Blähungen helfen. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann24.01.17Zum AnfangZurück

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