Krätzmilbenausschlag erkennen

Was aussieht wie eine allergische Hautreaktion oder Neurodermitis, kann auf einer Infektion mit Krätzmilben beruhen. Das gilt insbesondere, wenn ein Kind zwischen den Fingern, an den Handgelenken, in den Armbeugen, am Gesäß und um den Bauchnabel einen Ausschlag mit winzigen Knötchen hat, der vor allem nachts stark juckt und brennt. Auch feine rote Linien können sich zeigen. Dann ist laut Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen ein schneller Gang zum Arzt angesagt. Denn ein Krätzmilbenbefall (Skabies) ist ansteckend und sollte umgehend behandelt werden.

Niehaus zufolge ist der Juckreiz oft so groß, dass Kinder sich die Haut aufkratzen. Das kann zu Entzündungen und Vereiterungen führen. Vorsorglich sollten auch diejenigen behandelt werden, die sehr engen Kontakt mit dem erkrankten Kind haben. Daher darf das Kind auch nicht zurück in eine Gemeinschaftseinrichtung, solange es noch ansteckend ist. Es könnte die Parasiten auf weitere Kinder übertragen.

Handelt es sich bei den Hautveränderungen tatsächlich um Krätzmilben, bekommt das Kind ein Mittel, mit dem es am ganzen Körper, auch in den Hautfalten, eingerieben werden muss. Niehaus rät, die Bettwäsche und die Kleidung des kleinen Patienten einmal und die Handtücher zweimal am Tag auszutauschen. Die Wäsche sollte bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Stofftiere werden am besten chemisch gereinigt oder für zwei Wochen in geschlossenen Plastiktüten aufbewahrt, um die Milben abzutöten.

Die Parasiten sind etwa 0,4 Millimeter groß und werden durch engen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Bei Zimmertemperatur können sie etwas länger als einen Tag in Stoff oder Ähnlichem überleben, bei sehr feuchter Luft und 12 Grad sogar 14 Tage.

Quelle: dpa24.12.13Zum AnfangZurück

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