Kindheit, Jugend: Stress lass nach!

Kinder und Jugendliche leiden oftmals unter Stress, der zu psychischen Problemen und Erkrankungen sowie Verhaltensauffälligkeiten führen kann. Das ergab eine Untersuchung der Universität Bielefeld. Burn-out ist demnach auch schon bei Kindern und Jugendlichen ein häufigeres Problem.

 

 

Zu wenig Ruhe und Erholung

 

Fast jedes sechste Kind und schon jeder fünfte Jugendliche leidet unter Stress, der nicht ohne Folgen bleibt. Psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen, Einschlafschwierigkeiten und Müdigkeit können eine Folge sein. Aber es kann auch zu Depressionen, Versagensangst und Verhaltensauffälligkeiten wie erhöhte Aggressivität kommen.

 

Der Untersuchung zufolge waren elf Prozent der von Stress betroffenen Jugendlichen depressiv. Über 60 Prozent fühlten sich als Versager oder als "manchmal nutzlos". Ruhe und Erholung sollte Heranwachsenden jedoch unbedingt geboten werden, so die Forscher.

 

 

Stress durch Termine und häusliche Aufgaben

 

Das Stressempfinden wird vor allem durch Termindruck und mangelnde Möglichkeiten, selbst zu entscheiden, beeinflusst. Viele Termine durch Sport, Musikunterricht, Nachhilfe oder anderem begrenzen die Freizeit. Dabei wird die eigene Einflussmöglichkeit als gering eingeschätzt. Zudem spielen häufig Belastungen und Familienaufgaben im Alltag wie Haushaltsaufgaben, Geschwisterbetreuung oder Behördengänge eine Rolle.  

 

In der Studie "Burn-Out im Kinderzimmer: Wie gestresst sind Kinder und Jugendliche in Deutschland" der Bepanthen-Kinderförderung wurden 1.100 Kinder und Jugendliche und auch deren Eltern befragt. Eltern sahen übrigens zum großen Teil keine Überforderung ihrer Kinder. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann14.07.15Zum AnfangZurück

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