Kinder: Motorik zeigt Mathebegabung

Zweijährige Kinder mit schlechten motorischen Fähigkeiten haben auch Probleme mit der Mathematik, zeigt eine Untersuchung aus Norwegen. Die Erkenntnis könnte betroffenen Kindern zugutekommen, denn Lehrer könnten anhand der Motorik eher Kinder ausmachen, die Hilfe benötigen.

 

 

Früh Mathebegabung einschätzen

 

Mathematische Fertigkeiten spielen bereits ab der Geburt eine große Rolle. Neugeborene können anhand der Gesichtsform die Mutter von anderen Personen unterscheiden. Einjährige bemerken, dass Tiere, die andere Geräusche von sich geben, auch anders genannt werden. Ein Zweijähriger, der mit Bauklötzen spielt, schätzt deren Größe und Form ab, um mit den Klötzen etwas zu bauen. Beispiele für mathematische Leistungen kleiner Kinder gibt es zahlreiche.

 

Für Lehrer kann es aber schwierig sein, die mathematischen Fähigkeiten ihrer Schüler abzuschätzen. Forscher fanden jetzt einen Zusammenhang zwischen den motorischen Fertigkeiten zweijähriger Kinder und ihrer Mathebegabung. Besonders bei kleineren Kindern könnten deshalb die motorischen Fähigkeiten auf Probleme in der Mathematik hinweisen, so die Forscher. Betroffene Kinder könnten schneller und effektiver die benötigte Unterstützung erhalten.

 

 

Gute Motorik, gute Matheleistung

 

Die Wissenschaftler hatten 1.000 Kinder im Alter zwischen zwei und zehn Jahren untersucht. Die meisten Kinder in Norwegen kommen bereits mit einem Jahr in den Kindergarten. Die Forscher teilten die Kinder entsprechend ihrer motorischen Fertigkeiten in drei Gruppen ein und untersuchten dann dem Alter der Kinder angemessen deren Fähigkeiten in der Mathematik.

 

Kinder mit guter motorischer Entwicklung wiesen auch gute mathematische Leistungen auf verschiedenen Gebieten auf. Kinder mit durchschnittlicher Motorik zeigten durchschnittliche mathematische Fertigkeiten. Die meisten Kinder aber mit schlechter motorischer Entwicklung schnitten auch in Mathematik schlecht ab. Die Ursachen des Zusammenhangs bleiben jedoch im Unklaren. Je eher mathematische Defizite erkannt würden, desto eher könnte man betroffene Kinder fördern, so die Forscher.

Quelle: Dr. Julia Hofmann17.09.15Zum AnfangZurück

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