Kaffeekonsum senkt Hautkrebsrisiko

Die Deutschen sind eine Nation der Kaffeetrinker. Tatsächlich ist das Trinken des schwarzen Gebräus mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden. Nun entdeckten Forscher, dass der Konsum von Kaffee auch entgegenwirken kann, an schwarzem Hautkrebs (Melanom) zu erkranken. Die Risikominderung bezeichnen die Forscher als moderat.

 

 

Mehr Kaffee - weniger Hautkrebs

 

Untersuchungen ergaben, dass Kaffeetrinker ein reduziertes Todesrisiko aufgrund einer Leberzirrhose, ein geringeres Risiko für die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und ein geringeres Risiko für Tinnitus aufweisen. Eine aktuelle Studie des National Cancer Institute in New Haven, Connecticut, ergab nun auch Vorteile in Bezug auf das Melanomrisiko.

 

Dafür untersuchten die beteiligten Forscher Daten zur Ernährung von fast 450.000 Personen. In den folgenden 10,5 Jahren entwickelten 2.905 der untersuchten Personen schwarzen Hautkrebs. Je mehr Kaffee die Studienteilnehmer getrunken hatten, desto geringer war jedoch die Wahrscheinlichkeit dafür.

 

 

Effekt nur bei koffeinhaltigem Kaffee

 

Das Trinken von vier Tassen Kaffee am Tag etwa war mit einem 20 Prozent reduzierten Risiko für den Krebs verbunden. Alter, Geschlecht, Body Mass Index (BMI), Alkoholkonsum und Rauchen hatten keinen Einfluss auf das Ergebnis. Bemerkenswert ist, dass auch ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung), der die Haut im Laufe des Lebens ausgesetzt war, das Ergebnis nicht veränderte. UV-Strahlung gilt als größter Risikofaktor für die Entwicklung des schwarzen Hautkrebses.

 

 

Der gefundene Zusammenhang gilt aber offenbar nur, wenn koffeinhaltiger Kaffee getrunken wird. Entkoffeinierter Kaffee scheint keine Wirkung zu haben. Kaffee senkte nur das Risiko des malignen (bösartigen) Melanoms, das sich bösartig in der Haut entwickelt und weiter ausdehnt, aber nicht des Melanoms, bei dem veränderte Zellen vorliegen, die sich noch nicht ausgebreitet haben (Carcinoma in situ). Die Studie wurde im "Journal of the National Cancer Institute" veröffentlicht.

Quelle: Dr. Julia Hofmann02.02.15Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: