Kaffee: Schutz vor Demenz

Studien ergaben schon einige positive gesundheitlichen Vorteile des Kaffeekonsums. Offenbar profitieren auch ältere Frauen von mehreren Tassen des schwarzen Gebräus: Sie bleiben geistig eher fit und entwickeln weniger wahrscheinlich eine Demenz, zeigt eine aktuelle Studie.


Ältere Frauen ließen zehn Jahre lang ihre geistige Fitness prüfen

Dass Koffein in Kaffee, Tee oder Cola den Geist stimuliert und für die kognitiven Fähigkeiten vorteilhaft ist, wird schon länger vermutet. Dass besonders ältere Frauen von Koffein profitieren, ergab eine aktuelle Untersuchung in "The Journals of Gerontology". Demnach kann ein täglicher Kaffeekonsum vor einem geistigen Abbau bewahren. 

Die Ergebnisse stützen sich auf eine Studie mit annähernd 6.500 Frauen im Alter von 65 Jahren oder älter, die an einer Studie zur Untersuchung des Gedächtnisses teilgenommen hatten. Anhand der Daten dieser großen zukunftsorientierten Studie konnten die Forscher den direkten Zusammenhang zwischen Koffeinzufuhr und Auftreten einer späteren Demenz untersuchen. Denn alle Teilnehmerinnen hatten in den zehn Jahren der Beobachtungszeit nicht nur genaue Angaben zu ihrem täglichen Kaffeekonsum gemacht, sondern die Frauen unterzogen sich auch jährlich kognitiven Tests. Bei 388 Frauen wurde in der Beobachtungszeit eine Demenz festgestellt.


Zwei bis drei Tassen am Tag kommen Gehirnfunktion zugute

Frauen, die zwei bis drei Tassen Kaffee (über 262 Milligramm Koffein) pro Tag tranken, wiesen ein um 36 Prozent geringeres Risiko für eine Demenz oder einen geistigen Abbau auf als Frauen, die weniger als 64 Milligramm Koffein zu sich nahmen. 

Der Aufbau der Studie lässt aber nur begrenzt Rückschlüsse zu und definitive Aussagen über Ursache und Wirkung sind nicht zulässig. Unklar bleibt zudem, ob sich die Ergebnisse auch auf Männer übertragen lassen. Die Resultate müssen sich erst in anderen Untersuchungen bestätigen. Zu klären ist auch, auf welche Weise Koffein hilft, die geistigen Fähigkeiten zu bewahren. Dies wäre vor allem auch hinsichtlich der für die Zukunft prognostizierten Demenzfälle wichtig zu wissen. Koffein könnte möglicherweise helfen, die Erkrankungszahlen zu senken, hoffen die Wissenschaftler.

Quelle: Dr. Julia Hofmann10.10.16Zum AnfangZurück

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