Kaffee schützt vor Zuckerkrankheit

Kaffee ist eines der Lieblingsgetränke der Deutschen, und dem schwarzen Gebräu werden mittlerweile eine Vielzahl gesundheitlicher Vorteile zugeschrieben. Auch vor der Zuckerkrankheit soll er bewahren.

 

 

Hoher Blutzucker verursacht verschiedene Folgeerkrankungen

 

Untersuchungen haben gezeigt, dass drei bis vier Tassen Kaffee am Tag das Risiko für die Entwicklung einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) senken können. Jetzt wurden die Inhaltsstoffe im Kaffee identifiziert, die für diese Wirkung verantwortlich sein sollen. Diese Kenntnis könnte eines Tages zur Entwicklung von Medikamenten führen, die helfen, vor der Stoffwechselerkrankung zu bewahren und sie zu behandeln.

 

Patienten mit Diabetes mellitus können den durch die Nahrung aufgenommenen Zucker nicht gut verarbeiten und als Energiequelle nutzen. Bei Diabetes mellitus Typ 2 entwickeln Betroffene eine Insulinresistenz, d. h., die Körperzellen reagieren nicht mehr adäquat auf das Hormon Insulin und der Zucker verbleibt in der Blutbahn. Insulin ist aber nötig, um Zucker in Körperzellen aufzunehmen. Aufgrund der Insulinresistenz produziert dann die Bauchspeicheldrüse zunächst mehr Insulin, doch lässt sich auf diese Art die Stoffwechselstörung nicht kompensieren. Der hohe Blutzucker schadet der Gesundheit, den Gefäßen und Nerven, an deren Ende Erblindung und schwere Durchblutungsstörungen drohen.

 

 

Cafestol und Kaffeesäure senken den Blutzucker

 

Dänische Forscher fanden heraus, welche Stoffe des Kaffees für die positiven Auswirkungen auf den Blutzucker verantwortlich zu machen sind. Denn mittlerweile weiß man, dass es nicht das Koffein ist, das blutzuckersenkend wirkt, denn auch entkoffeinierter Kaffee wirkt positiv. In Laboruntersuchungen an Zellen stellte sich heraus, dass Cafestol und Kaffeesäure die Insulinsekretion fördern, wenn Zucker hinzugegeben wird. Auch führt Cafestol vergleichbar mit antidiabetisch wirkenden Medikamenten zu einer Steigerung von Zucker in den Muskelzellen.

 

Da eine erhebliche Menge an Cafestol bei gefiltertem Kaffee verlorengeht, könnten noch weitere Inhaltsstoffe des Kaffees für die Wirkung auf den Zuckerstoffwechsel verantwortlich sein, heißt es im "Journal of Natural Products".

Quelle: Dr. Julia Hofmann14.12.15Zum AnfangZurück

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