Kaffee schützt vor Gebärmutterkrebs

Zwischen dem Auftreten von Gebärmutterkrebs und der Ernährung gibt es offenbar einen Zusammenhang. Britische Forscher fanden heraus, dass Kaffeetrinkerinnen ein geringeres Risiko für die bösartige Veränderung der Gebärmutterschleimhaut aufweisen.

 

 

Verschiedene Nahrungsbestandteile könnten eine Rolle spielen

 

Gebärmutterkrebs geht von der Schleimhaut der Gebärmutter aus und betrifft meist ältere Frauen nach den Wechseljahren. Die Ursachen der Erkrankung sind unklar, wenn auch verschiedene Faktoren wie hormonelle Schwankungen, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Übergewicht und eine ungesunde Ernährung eine Rolle spielen könnten.

 

Melissa A. Merrit und Mitarbeiter vom Imperial College London untersuchten nun den Einfluss von Ernährungsfaktoren auf das Krebsrisiko. Dafür analysierten sie die Daten von über 1.300 Frauen mit Gebärmutterkrebs, die an der "European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition- Studie" (EPIC) teilgenommen hatten. Im Rahmen der Studie waren Fragebögen zur Ernährung ausgefüllt worden. Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen 84 Nahrungsmitteln und Nährstoffen mit dem Risiko für Gebärmutterkrebs. Ihre Ergebnisse glichen sie mit Ergebnissen aus einer anderen Studie ab.

 

Sie kamen auf neun Nahrungsmittel oder Nahrungsbestandteile, die mit einem Krebrisiko verbunden sein könnten: Fett, einfach ungesättigte Fette, Phosphor, Kohlenhydrate, Joghurt, Butter, Kartoffeln, Käse und Kaffee.

 

 

Drei bis vier Tassen Kaffee täglich senken Erkrankungsrisiko

 

Während die Aufnahme von Fett, einfach ungesättigten Fettsäuren und Phosphor mit einem reduzierten Gebärmutterkrebsrisiko verbunden war, erhöhten Nahrungsbestandteile wie Butter und Kohlenhydrate das Risiko. Allerdings war der statistische Zusammenhang nicht beweisend. Anders für Kaffee: Das Trinken von drei Tassen Kaffee täglich reduzierte das Erkrankungsrisiko um 19 Prozent im Vergleich zu Frauen, die keinen Kaffee tranken.

 

In der Studie, die zum Vergleich herangezogen wurde, hatte sich eine Wirksamkeit von vier Tassen Kaffee täglich ergeben. Diese Menge des täglichen Konsums war mit einer 18-prozentigen Reduktion des Krebsrisikos verbunden.

 

Noch halten die Forscher es für verfrüht, Empfehlungen auszusprechen. Zunächst sollte dieser Frage in weiteren Studien nachgegangen werden. Möglicherweise lassen sich aus dem Kaffee auch Komponenten isolieren, die für den Einfluss auf das Erkrankungsrisiko verantwortlich gemacht werden können, schreiben sie in "Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention".

Quelle: Dr. Julia Hofmann16.02.15Zum AnfangZurück

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