Jugend: Bluthochdruck durch Internet

Jugendliche verbringen oftmals sehr viel Zeit im Internet. Soziale Medien, Videos und Onlinespiele locken. Wer aber zu viel Zeit vor dem Computer sitzt, riskiert bereits in jungen Jahren Bluthochdruck, der wiederum das Risiko für Herzkreislauferkrankungen steigert. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine aktuelle Studie. Die am Computer verbrachte Zeit sollte von Eltern begrenzt werden.

 

 

Forscher: Zwei Stunden Computer pro Tag sind vertretbar

 

In einer Studie im "Journal of School Nursing" wiesen 26 von 124 Teenagern, die sich selbst als intensive Internetnutzer einstuften, einen erhöhten Blutdruck auf. Die Internetnutzung bei ihnen betrug mindestens 14 Stunden pro Woche. Durchschnittlich waren intensive Surfer jedoch 25 Stunden pro Woche im Netz.

 

Forscher führen die gefundenen Blutdruckveränderungen auf die mangelnde körperliche Aktivität zurück, die mit der Computerzeit verbunden ist. Eltern sollten versuchen, die Zeit vor dem Computer zu begrenzen. Zwei Stunden täglich an fünf Tagen pro Woche halten sie für eine gute Regel.

 

 

Bewegung und Sport gegen Bluthochdruck

 

Für die zugrundeliegende Untersuchung hatten Forscher Daten von 335 Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren zusammengestellt. Sie unterzogen sich einer körperlichen Untersuchung, Blutdruckmessungen und einer Erfassung ihrer Computergewohnheiten. Die Untersuchung der Internetgewohnheiten war ausgewogen und erfasste alle denkbaren Computertätigkeiten.

 

Die Studie zeigte zudem, dass nur 34 Prozent der Jungen und 24 Prozent der Mädchen täglich Sport trieben. Dies geht laut Forschern mit der Beobachtung eines immer häufigeren Übergewichtes bei Kindern und Jugendlichen einher.

Die Forscher empfehlen regelmäßigere Untersuchungen des Blutdrucks und der sportlichen Aktivität bei Jugendlichen, um einen erhöhten Blutdruck möglichst früh aufzudecken und gegebenenfalls mit Bewegung gegenzusteuern. Bluthochdruck ist ein Risikofaktor für spätere Herzkreislauferkrankungen wie die koronare Herzkrankheit und den Herzinfarkt.

Quelle: Dr. Julia Hofmann16.10.15Zum AnfangZurück

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