Intervalltraining lindert Arthritis-Schmerz

Gelenkentzündungen sind schmerzhaft und gehen mit Bewegungseinschränkungen einher. Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis sind Sport und Bewegung besonders wichtig. Ein intensives Intervalltraining bringt offenbar besondere Vorteile.

 

 

Körperliche Fitness kommt Gelenken und Herz zugute

 

Die Rheumatoide Arthritis führt zu entzündlichen Gelenkveränderungen und kann Gelenke zerstören, sodass daraus Bewegungseinschränkungen und Behinderungen resultieren. Patienten mit der Erkrankung haben außerdem ein erhöhtes Herzerkrankungsrisiko, denn die entzündlichen Prozesse sind nicht nur auf die Gelenke beschränkt.

 

Etwa ein Prozent der Bevölkerung sind von der entzündlichen Gelenkerkrankung betroffen, Frauen etwa dreimal häufiger als Männer. Selten sind bereits Kinder betroffen. Behandlungen zielen auf eine Dämpfung der Krankheitsaktivität und eine Linderung der Schmerzen ab.

 

Für Arthritispatienten ist es besonders wichtig, körperlich fit zu sein und an die Ausdauer zu trainieren, was ihrem Herzkreislaufsystem zugutekommt. Studien untersuchten in der Vergangenheit die Auswirkungen von moderater sportlicher Aktivität auf die Ausdauer. Ob Schmerzen und Krankheitsaktivität beeinflusst werden, bleibt meist unklar.

 

 

Intensives Intervalltraining bessert Ausdauer und Schmerzen

 

Allgemein bekannt ist, dass zur Steigerung der Ausdauer ein intensives Intervalltraining gegenüber einem moderaten Training zu bevorzugen ist. Ob dies bei Patienten mit rheumatoider Arthritis möglich ist und welche Auswirkungen das hat, wurde nun in einer Studie untersucht. Nach zehn- wöchigem intensivem Training zweimal pro Woche auf einem Spinning Rad ließ sich eine Abnahme der entzündlichen Aktivität anhand von Entzündungswerten im Blut beobachten. Die Sauerstoffaufnahme stieg, was das Risiko der Herzgefäßerkrankungen reduziert. Nebenwirkungen des Trainings waren nicht zu beobachten. Daneben kam es zu kleinen Gewichtsabnahmen mit einer geringen Abnahme des Körperfettes sowie einer Zunahme der Muskelmasse.

 

Beteiligte Frauen beurteilten das Training als effektiv und waren motoviert, das Training auch nach der Studie weiterzuführen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann12.08.15Zum AnfangZurück

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