Internet als Arztersatz?

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hat ergeben, dass viele Menschen bei beginnenden Beschwerden sich den ersten Rat im Internet holen, bevor sie ihren Arzt aufsuchen. Fünfzig Prozent aller Personen, die in den letzten zwölf Monaten einen ärztlichen Rat benötigten, haben zuerst im Internet nachgeschaut. Auf der Suche nach dem Krankheitsbild und einer passenden Behandlungsmethode sind die meisten User fündig geworden und mit dem Suchergebnis zufrieden.

Auch nach einem Arztbesuch hören für etwa sechzig Prozent der Erkrankten die Nutzung des Internets als medizinischer Ratgeber nicht auf. Laut Aussage der Studie recherchieren sie zu alternativen Behandlungsmethoden, überprüfen das ärztliche Untersuchungsergebnis oder suchen im Netz psychische Unterstützung und Austausch mit anderen Betroffenen. 

81 Prozent der Ärzte sehen es grundsätzlich positiv, wenn sich die Patienten im Netz informieren und mit diesem Vorwissen gezielt ihre Fragen stellen können.

Quelle: Silke Funk09.02.18Zum AnfangZurück

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