Immer mehr Kinder haben Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind nicht allein ein Problem Erwachsener, auch immer mehr Kinder und Jugendliche sind davon betroffen, so Experten. Immer öfter müssen Betroffene auch medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Doch was sind bei Kindern und Heranwachsenden die häufigsten Probleme und Diagnosen, und wie lässt sich dem Schmerz vorbeugen? Darauf gibt eine Veröffentlichung von Kinderorthopäden Auskunft.

 

 

Oftmals keine Diagnose durch apparative Diagnostik

 

US-Orthopäden berichten im Fachjournal der American Academy of Orthopaedic Surgeons über immer mehr Kinder und Jugendliche, die unter behandlungsbedürftigen Rückenschmerzen leiden. Doch selbst aufwändige und teure diagnostische Untersuchungen wie die Magnetresonanztomographie tragen offenbar zur Findung der genauen Ursache der Beschwerden kaum bei. 

 

Bei Rückenschmerzen können oftmals Krankengeschichte, körperliche Untersuchung und einfache Tests helfen, das Problem oder die Diagnose zu identifizieren. Im besten Fall führen frühzeitige Behandlungen zu einem raschen Erfolg und Betroffene können schnell wieder ihre Alltags- und Sportaktivitäten aufnehmen, so Studienautor und orthopädischer Chirurg für Kinder. Nach seiner Erfahrung sind jedoch bei annähernd zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen mit Rückenschmerzen weiterführende diagnostische Untersuchungen wie die Bildgebung nicht erfolgreich, denn sie ergäben keinen klaren Befund. Die Ursachen für Schmerzen können auch in der Muskulatur, der Haltung, sportlicher Überbelastung oder zu wenig Bewegung liegen.

 

 

Einige Warnsignale deuten auf ernsthafte Ursache der Schmerzen hin

 

Oftmals wirksam bei unspezifischen unteren Rückenschmerzen, denen keine Verletzung vorausging, sind Ruhe und entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen. Zur weiteren Stabilisierung eignen sich physikalische Therapie und Physiotherapie. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung von Kernmuskeln im Bereich des Bauches, des unteren Rückens und der Hüfte. Verschiedene Symptome aber sind Warnsignale, die umgehend medizinisch beurteilt werden sollten: Dazu gehören Schwächegefühl, Taubheitsgefühl oder Schmerzen, die sich über Tage verschlimmern. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann12.01.16Zum AnfangZurück

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