Im Grünen lebt man gesünder

Ältere Menschen, in deren Nachbarschaft Grünflächen vorhanden sind, leiden seltener an chronischen Krankheiten. Zu diesem Schluss kamen nun amerikanische Wissenschaftler.


Erste Studie dieser Art

Forscher der Universität von Miami werteten die Gesundheitsdaten von 250.000 Bürgern über 65 aus und beachteten dabei auch, wie viele Grünflächen sich in ihrer Nachbarschaft befanden. Hierbei nahmen sie Satellitenbilder der NASA zu Hilfe. Die Studie ist die erste ihrer Art und auch die bisher einzige, die einen Zusammenhang zwischen der Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Herz- und Stoffwechselerkrankungen und begrünten Flächen im Umfeld untersuchte. Die Ergebnisse zeigen, dass Grünflächen in direkter Umgebung das Risiko minimieren, chronische Leiden wie Bluthochdruck, Zuckerkrankheit oder einen hohen Cholesterinspiegel zu entwickeln. So ist die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, in stark begrünten Vierteln 14 Prozent geringer. Bei Bluthochdruck ist das Risiko 13 Prozent kleiner und bei Fettstoffwechselstörungen 10 Prozent. 


Gesünderer Lebensstil in grünem Umfeld wahrscheinlicher

Die Forscher gehen davon aus, dass das Angebot von Grünflächen aus verschiedenen Gründen gut für die Gesundheit ist. Zum einen ist die Luftverschmutzung in dichter bepflanzten Vierteln geringer und auch Luftfeuchtigkeit und Klima würden positiv beeinflusst. Zum anderen reduziert die ansprechendere Umgebung Stress und animiert zu körperlicher Aktivität und sozialer Interaktion im Freien.

Joanna Lombard, Co-Autorin der Studie und Architektin, betont, dass die Ergebnisse der Untersuchung dazu animieren sollten, die Begrünung in Städten zu verbessern. Anwohner sollten nicht mehr als einen einminütigen Fußweg zurücklegen müssen, um auf Straßen, von Bäumen umgeben, zu sein und großflächige Parks sollten jedem nach fünf bis zehn Gehminuten zur Verfügung stehen. Lombard geht davon aus, dass man durch Investitionen in ein besseres Begrünungskonzept Miamis langfristig Kosten im Gesundheitswesen einsparen könnte. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann03.05.16Zum AnfangZurück

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