Hyaloronsäure: Welcher Filler für welche Behandlung?

Unerwünschte Linien und Falten im Gesicht lassen sich mit Hyaloronsäurefillern behandeln. Doch welches Produkt ist für welche Falten geeignet. Plastische Chirurgen machten den Test.

 

 

Hyaloronsäurefiller: Verschiedene Eigenschaften

 

Das Interesse an Faltenbehandlung wird immer größer. Eine Vielzahl von Möglichkeiten stehen zur Verfügung, feine Linien und Falten zu verbessern oder zu beseitigen. Erhältliche Hyaloronsäurefiller sind verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Eigenschaften. Schweizer Forscher schätzten in einer Studie die Eigenschaften verschiedener Filler ein, sodass deutlicher wird, welches Produkt für welche Maßnahmen geeigneter zu sein scheint.

 

Mit Hyaloronsäurefillern lasssen sich Linien und Falten glätten und Gesichtspartien wieder auffüllen, sodass das Aussehen frischer und jugendlicher erscheint. Diese Maßnahmen sind laut der Amerikanischen Society of Plastic Surgeons die am häufigsten durchgeführten kosmetischen Eingriffe. Hyaloronsäurefiller werden gerne eingesetzt, weil der natürliche gelbasierte Stoff gut verträglich ist. Da es aber verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Eigenschaften wie der Zusammenhalt (Kohäsivität), also das Auseinanderweichen des Stoffes, gibt, ist die Kenntnis der Eigenschaften und des Verhaltens der Produkte im Gewebe bedeutsam.

 

 

Kohäsivität bei Art der Behandlung von Bedeutung

 

Plastische Chirurgen entwickelten einen Standardtest, der es erlaubt, die Kohäsivität der Produkte zu vergleichen. Sie testeten sechs verschiedene Hyaloronsäurefiller, deren Verteilung oder Zusammenhalt. Sie schätzten ein Produkt als hoch kohäsiv sein, drei als mittel bis hoch kohäsiv, ein Produkt als mittel bis gering köhäsiv und eines als Faltengering kohäsiv ein.

 

Dies hat für die Anwendung der Produkte Bedeutung: Sind Filler stark kohäsiv, sind sie für oberflächliche Behandlungen oder Behandlungen in stark beweglichen Gesichtsbereichen wie um den Mund oder die Augen herum geeigneter. Eine geringe Kohäsivität ist aber möglicherweise zum Auffüllen von Gesichtspartien geeigneter, wenn eher in der Tiefe Volumen geschaffen werden soll. Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift "Plastic and Reconstructive Surgery" veröffentlicht.

Quelle: Dr. Julia Hofmann06.10.15Zum AnfangZurück

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