Hoher Sonnenschutz senkt Hautkrebsrisiko

Wie wichtig ist ein hoher Lichtschutzfaktor in Sonnenschutzprodukten? Norwegische Forscher zeigen, dass ein hoher Schutzfaktor das Risiko, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken, um über 30 Prozent senkt. Demnach ist es wichtig, sich mit einem hohen Lichtschutzfaktor zu schützen. Dieser sollte mehr als 15 betragen. 


Sonnenschutz muss angemessen hoch sein

Der schwarze Hautkrebs (Melanom) ist die aggressivste Form des Hautkrebses, denn er wächst und verbreitet sich schnell. Je früher die Behandlung desto wahrscheinlicher ist eine Heilung. Risikofaktor ist vor allem die UV-Strahlung beziehungsweise eine durch Sonnenbrände geschädigte Haut.

Biostatistiker der Universität Oslo fanden heraus, dass ein hoher Lichtschutz im Vergleich zu einem niedrigen das Melanomrisiko senkt. In der zugrundeliegenden Studie waren Anwender von Sonnenschutzprodukten aber gefährdeter als Menschen, die keinen Sonnenschutz verwendeten, denn sie wiesen mehr Sonnenbrände auf, waren häufiger in der Sonne oder in Solarien.

Wichtig ist demnach ein ausreichend hoher Sonnenschutz, mit dem sich das Krebsrisiko deutlich reduzieren lässt. Aber wie lässt sich das Paradoxon erklären, dass Sonnenschutz-Anwender krebsgefährdeter sind als jene, die sich eher nicht vor UV-Strahlung schützen?


Schutzfaktor sollte mehr als 15 betragen

Die mögliche Erklärung dafür könnte sein, dass Menschen, die UV-Schutz benutzen, dies in erster Linie tun, um die die in der Sonne verbrachte Zeit zu verlängern. Sie möchten ihre Haut sonnenbräunen. Dabei wird jedoch oftmals nicht der richtige Schutzfaktor eingesetzt oder das Produkt wird zu wenig oder unzureichend aufgetragen. In der Folge entstehen eher Sonnenbrände und damit auch Hautkrebs.

In der im Fachjournal "Journal of Clinical Oncology" veröffentlichten Studie wiesen Menschen, die einen Sonnenschutzfaktor von mehr als 15 wählten, im Vergleich zu jenen, die einen geringen Schutzfaktor auflegten, ein um 33 Prozent geringeres Risiko für das Auftreten des schwarzen Hautkrebses auf. 

Die Ergebnisse der Studie sind Resultat aus Daten der NOVAC-Studie und dem norwegischen Krebsregister.

Quelle: Dr. Julia Hofmann22.09.16Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: