Hoher Fischkonsum schützt vor Depressionen

Fisch ist Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Wer viel Fisch isst, könnte möglicherweise vor Depressionen geschützt sein, vermuten Wissenschaftler nach der Analyse von 26 Studien zum Thema.

 

 

Ernährung kann Depressionsrisiko beeinflussen

 

Weltweit sind zirka 350 Millionen Menschen von Depressionen betroffen. Bisherige Therapien sind oft nicht zufriedenstellend. Medikamentöse Behandlungen haben zudem oftmals Nebenwirkungen. Umso erfreulicher wäre es, Lebenstilfaktoren zu entdecken, die vor der Erkrankung bewahren können.

 

Einer dieser Faktoren könnte die Ernährung sein. Mehrfach ergaben Studien bereits, dass die Ernährung mit dem Depressionsrisiko zusammenhängt. Erst kürzlich fanden Forscher in einer großen Studienanalyse heraus, dass eine gesunde Ernährung schützende Wirkung hat, wenn auch sich verschiedene besonders gute Nahrungsmittel noch nicht ausmachen ließen.

 

In der aktuellen Untersuchung nahmen Wissenschaftler den Fischkonsum unter die Lupe. Bestandteil der Analyse waren 26 Studien mit über 150.000 Teilnehmern vor allem aus Europa und Nordamerika, aber auch Asien und Südamerika.

 

 

Depressionsschutz mit Fisch vor allem bei Europäern

 

In Studien mit europäischen Teilnehmern zeigte sich, dass ein hoher Fischkonsum das Risiko von Depressionen um 17 Prozent senken konnte. Dies ließ sich aber in Studien mit Teilnehmern aus anderen Teilen der Erde nicht nachweisen. Bei Männern konnte ein hoher Fischkonsum das Depressionsrisiko um 20 Prozent senken, bei Frauen um 16 Prozent.

 

Die Ursache für die unterschiedlichen Ergebnisse von Teilnehmern anderer Kontinente könnte an der Art des konsumierten Fisches, der Konservierung und Zubereitung liegen. Für die Wirksamkeit von Fisch gegen Depressionen bei Europäern haben die Forscher ebenfalls eine biologische Erklärung. Die Omega-3-Fettsäuren im Fischfett könnten direkt auf das Gehirn wirken und wichtige Nervenbotenstoffe beeinflussen. Auch das qualitativ hochwertige Eiweiß, sowie die Vitamine und Mineralstoffe im Fisch könnten eine Rolle spielen. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann21.09.15Zum AnfangZurück

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