Herzrisiko bereits bei Kindern erkennbar?

Studien deuten darauf hin, dass ein geringer Vitamin-D-Wert und ein erhöhter Cholesterinwert bei Erwachsenen ein Risikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen ist. Bereits bei kleinen Kindern lässt sich möglicherweise solch ein Zusammenhang herstellen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Geringere Vitamin-D-Werte waren häufig mit einem ungünstigeren Blutfettprofil verbunden.

 

 

Vitamin D und Cholesterin als Herzrisiko

 

Forscher aus Toronto, Kanada, untersuchten bei Kindern zwischen ein und fünf Jahren den Vitamin-D-Wert und de Höhe des Blutfettwertes für Cholesterin. Das gesamte Cholesterin besteht aus verschiedenen Fetteiweißmolekülen, deren Anteil zur Beurteilung der Wirkung auf das Herz- und Gefäßsystem herangezogen wird. Verschiebungen zugunsten des sogenannten High Densitity Lipoprotein (HDL) gelten als gefäßschützend, die Fraktion des  Low Density Lipoprotein (LDL) dagegen als eher schädigend. Von besonderem Interesse war deshalb der Nicht-HDL-Anteil im Blut der Kinder.

 

Tatsächlich ließ sich schon bei den Kindern ein Zusammenhang zwischen höheren Vitamin-D-Werten und geringeren Nicht-HDL-Werten feststellen, selbst wenn man Körpergewicht, Milchkonsum und körperliche Aktivität berücksichtigte, heißt es in der in "PLOS ONE" veröffentlichten Studie.

 

 

Vorbeugung schon bei Kleinkindern?

 

Möglicherweise sind Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen bereits bei den Kleinsten nachweisbar, folgern die Studienautoren. Dann müsste man möglicherweise in der Vorbeugung von Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt schon wesentlich früher ansetzen. Die Wissenschaftler hatten fast 2.000 Kinder untersucht.

 

Die Kinder tranken durchschnittlich knapp zwei Tassen Milch am Tag, eine Hauptquelle für Vitamin D. 56 Prozent erhielten zusätzlich Vitamin D in Form einer Nahrungsergänzung. Vitamin D kann der Körper außerdem mithilfe der ultravioletten Strahlung selbst bilden. Die Höhe des Vitamin ist deshalb auch vom Aufenthalt im Freien abhängig und davon, wieviel Kontakt die Haut mit Sonnenstrahlen hat.

Quelle: Dr. Julia Hofmann30.07.15Zum AnfangZurück

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