Herzpatienten: Positives Denken für die Gesundheit

Menschen mit Herzkrankheiten sollten positive Gefühle und Einstellungen bewahren, so Psychosomatiker. Denn dies ist einem gesunden Lebensstil zuträglich. Das ergab eine Untersuchung an 1.000 Patienten mit koronarer Herzerkrankung (KHK).

 

 

Positives Denken fördert gesundes Verhalten

 

Für Herzkranke, wie wahrscheinlich für alle anderen Menschen auch, gilt: Wer positiv denkt, ist wahrscheinlicher körperlich aktiv, schläft besser, nimmt seine Medikamente regelmäßig ein und raucht wahrscheinlicher nicht. Mit der positiven Lebenseinstellung ist das Verhalten wahrscheinlich gesünder, was langfristig auch dem Herzen zugutekommen sollte.

 

Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Psychosomatic Medicine". Sie hatten 1.000 Patienten mit einer Verengung der Herzkranzarterien (koronare Herzkrankheit, KHK) untersucht. Patienten mit positiverem seelischem Befinden lebten gesünder als jene, die sich psychisch weniger gut fühlten.

 

Die Studienteilnehmer hatten in Tests Fragen zu zehn positiven Emotionen beantwortet. Abgefragt wurden positive Gefühle wie "interessiert", "stolz", "inspiriert" oder "begeisterungsfähig". Zugleich erhoben die Forscher zu Beginn der Studie und fünf Jahre später Daten zur körperlichen Aktivität, der Schlafqualität, der Medikamenteneinnahme und zum Alkohol- und Nikotinkonsum.

 

 

Motivation und Engagement trotz Herzerkrankung

 

Teilnehmer, die mehr positive Gefühle und Einstellungen aufwiesen, lebten gesünder. In der Analyse wurden Altersfaktoren, depressive Symptome und Schwere der Herzerkrankung berücksichtigt.

 

Für den Zusammenhang gibt es laut Forscher mehrere Erklärungen: Wer positiv eingestellt ist, ist möglicherweise motivierter und engagiert, auch längerfristig in gesunden Verhaltensweisen. Diese Personen vertrauen eher in ihre Fähigkeit, Routineverhalten wie Sport durchzuhalten. Sie sind besser anpassungsfähig und gehen mit Stress und Rückfällen aktiver um. Ob sich das bessere Gesundheitsverhalten auch in einer besseren Krankheitsprognose widerspiegelt, konnte die nur fünfjährige Untersuchung aber nicht belegen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann14.10.15Zum AnfangZurück

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