Hautschutz nach Organtransplantationen wichtig!

Der schwarze Hautkrebs kommt bei Patienten nach einer Organtransplantation häufiger vor als bei Menschen, die kein fremdes Organ tragen. Auch das Risiko, an dem Krebs zu sterben, ist bei Transplantierten höher als bei anderen Patienten mit schwarzem Hautkrebs.

 

 

Nach Transplantation erhöhtes Hautkrebsrisiko

 

Der schwarze Hautkrebs (Melanom) ist der gefährlichste Krebs der Haut, denn die bösartigen Zellen streuen schnell im Körper aus. In den USA macht diese Krebsart zwei Prozent aller Hautkrebserkrankungen aus. Dieses Jahr werden mit fast 74.000 Neuerkrankungen gerechnet, wobei um die 10.000 voraussichtlich an der Krankheit versterben werden.

 

Bereits frühere Studien zeigten, dass Patienten mit transplantierten Organen ein höheres Risiko für die Entwicklung eines Melanoms aufweisen. Man hatte allerdings vermutet, dass bei dieser Patientengruppe Hautkrebs häufiger diagnostiziert wird, weil bei ihnen häufiger Hautuntersuchungen angestellt werden. Deshalb glaubte man, dass der Krebs füher entdeckt würde und damit besser heilbar wäre.

 

Das dem nicht so ist, zeigt eine Studie im "Journal of Investigative Dermatology". Demnach entwickeln Organtransplantierte nicht nur wahrscheinlicher schwarzen Hautkrebs, sondern sterben auch eher daran, weil er in späteren Stadien entdeckt wird.

 

 

Sorgfältiger Hautcheck in den ersten vier Jahren nach Transplantation

 

Den Studienergebnissen zufolge weisen Organtransplantierte ein doppelt so hohes Risiko für schwarzen Hautkrebs auf wie Menschen ohne Organtransplantation. Unter den Patienten mit Transplantation und Hautkrebs starben 27 Prozent infolge der Krebserkrankung. Von nicht-transplantierten Patienten starben dagegen nur zwölf Prozent. Demnach war das Todesrisiko infolge der Hautkrebserkrankung bei Translantierten dreimal höher.

 

Den Forschern zufolge fördert eine das Immunsystem unterdrückende Behandlung, die Organtransplantierte erhalten müssen, das Wachstum des Hautkrebses bzw. die Aggressivität des Tumors. Besonders in den ersten vier Jahren nach Transplantation ist das Risiko erhöht und Patienten sollten sich regelmäßig Hautuntersuchungen unterziehen. Besonders wichtig ist, die Aufklärung über den Zusammenhang mit der UV-Strahlung und einem Sonnenschutz der Haut.

Quelle: Dr. Julia Hofmann27.08.15Zum AnfangZurück

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