Hausarbeit hält Senioren gesund

Senioren, die ihr Heim ordentlich und sauber halten, sind zufriedener und körperlich fitter. Denn Hausarbeit bedeutet körperliche Aktivität. Hausarbeit erfüllt demnach therapeutische Zwecke. Was aber machen ältere Menschen, die keine Hausarbeit mehr verrichten können?

 

 

Senioren oftmals körperlich eingeschränkt und inaktiv

 

US-Wissenschaftler untersuchten 337 Senioren zwischen 65 und 94 Jahren, die mindestens eine chronische Erkrankung aufwiesen. Sie waren körperlich eingeschränkt und konnten mindestens eine wichtige tägliche Aufgabe wie Morgentoilette oder Anziehen deshalb nicht mehr verrichten. Hausarbeit war deshalb zu schwer für sie und sie konnten kaum körperlich aktiv sein. Auch Verantwortung für Medikamenteneinnahmen, Finanzen oder die Organisation von Transporten konnten sie nicht tragen.

 

In Interviews machten sie Angaben zu ihrem körperlichen und seelischen Wohlbefinden. Die Forscher brachten dann die geografische Wohnlage mit den sozioökonomischen Verhältnissen in der Nachbarschaft der Versuchsteilnehmer in Verbindung.

 

 

Körperliche Aktivität im Alter steigert Wohlbefinden

 

Es zeigte sich, dass Hausarbeit und das Verrichten alltäglicher Arbeiten zum Erhalt der Selbstständigkeit das seelische und körperliche Wohlbefinden mehr beeinflussen als andere Faktoren wie Nachbarschaft oder Einkommen. Letztere hatten deutlich weniger Einfluss auf das Wohlbefinden. Dies deckt sich mit den Beobachtungen der Forscher, wonach Menschen in einem chaotischen Umfeld unzufriedener sind.

 

Die Studie zeigt, wie wichtig es ist, ältere Menschen mit Einschränkungen zu motivieren und zu unterstützen, um körperlich aktiv zu bleiben. Sport und Gymnastik können auch im Sitzen ausgeführt werden, schreiben die Forscher in "Geriatric Nursing". 

Quelle: Dr. Julia Hofmann29.04.15Zum AnfangZurück

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