Grippe: Wer zuhause bleibt, ist weniger gefährdet

Die Grippewelle 2015 ist bereits einige Wochen im Gange, wenn auch die Krankheitshäufigkeit bislang gering ist. Wie kann man sich neben der Grippeimpfung vor der Virusinfektion schützen? Eine aktuelle Studie kommt zum Schluss, dass es durchaus wirkungsvoll ist, Kontakte nach außen zu vermeiden.

 

 

Kontakte erhöhen Infektionsgefahr und Weitergabe der Grippe

 

Wenn auch derzeit viele Menschen an Atemwegserkrankungen leiden und die Grippeaktivität steigt, schlägt sich dies nach der dritten Kalenderwoche noch nicht in rasch ansteigenden Erkrankungszahlen nieder. Dies kann sich aber rapide ändern. Impfungen gewährleisten keinen sicheren Schutz vor der Grippe und gewährleisten nicht, dass sich die Grippe nicht ausbreitet. Ältere und kranke Menschen sowie Kinder sind besonders gefährdet.

 

Eine im Journal "BMC Infectious Diseases" kommt nun zum Ergebnis, dass es in der Grippesaison lohnenswert sein kann, soziale Kontakte zu meiden und sich zuhause zurückzuziehen, um nicht an Grippe zu erkranken und den Keim möglicherweise weiterzugeben. Dafür hatten Forscher der University of California-Davis Daten zum Fernsehverhalten während der Ausbruchs der Schweinegrippe in Mexiko City 2013 analysiert. Das Fernsehverhalten ist eng mit der zuhause verbrachten Zeit verbunden.

 

Es zeigte sich, dass das Übertragungsrisiko des Virus größer war als erwartet, doch durch das Verhalten beeinflusst wurde. Eine Kontrolle sozialer Kontakte kann demnach die Ausbreitung von Grippeviren reduzieren. Andere Faktoren wie Händewaschen und das Tragen eines Mund- und Naseschutzes sind ebenfalls wirksam.

 

 

Wer sollte geimpft sein?

 

In Deutschland empfiehlt die Standige Impfkommission (STIKO) die jährliche Grippeschutzimpfung für verschiedene Personengruppen:

1. Personen über 60 Jahre

2. Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel (bei Grunderkrankungen auch ab dem 1. Schwangerschaftsdrittel)

3. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund verschiedener chronischer Erkrankungen wie Herz-/Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, angeborene oder erworbene Immundefekte und HIV-Infektion.

4. Bewohner von Alten- und Pflegeheimen

5. Personen mit erhöhter Gefährdung sich zu infizieren, wie medizinisches Personal

6. Personen mit direktem Kontakt zu Wildvögeln oder Geflügel

7. Für bestimmte Reisende.

Quelle: Dr. Julia Hofmann03.02.15Zum AnfangZurück

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