Gewitter: Richtiges Verhalten schützt

Sommerzeit ist auch meist Gewitterzeit. Wer vom Blitz getroffen wird, kann sterben oder langfristig gesundheitliche Beeinträchtigungen davon tragen. Deshalb ist wichtig, sich vor Blitz und Donner zu schützen. Ein Experte weiß um das richtige Verhalten draußen und drinnen.


 

Blitzunfall: Jeder Vierte stirbt


Blitze können Menschen sehr gefährlich werden. Jährlich sterben in Deutschland bis zu acht Menschen infolge eines Blitzunfalles. Dieser endet für jeden Vierten tödlich, heißt es im Deutschen Ärzteblatt. Den Daten liegt eine Untersuchung von Rechtsmedizinern der Universität Roststock zugrunde.

Bisher waren die Zahlen zu den Häufigkeiten von Blitzunfällen und deren Folgen dürftig. Es gibt kaum Angaben zu Häufigkeiten der Überlebenden von Blitzunfällen und deren gesundheitliche Beeinträchtigungen. Für Früh- und Spätschäden gäbe es lediglich ein spezialisiertes Zentrum in Deutschland an der Universität Regensburg.

Blitzunfälle betreffen vor allem Haut, Herz, Gehör, Augen, Gehirn und Nervensystem. Gesundheitliche Störungen müssen aber nicht immer sofort auftreten und können sich erst später einstellen. Oftmals leidet auch die Psyche nach Blitzunfällen.


 

Verhalten bei Gewitter ist wichtig

 

Das richtige Verhalten bei Gewitter ist wichtig, besonders, wenn man sich im Freien aufhält und vom Gewitter überrascht wird. Auf den Boden legen sollen sich Betroffene nicht, obwohl das früher so empfohlen wurde. Der Ganzköperkontakt mit der Erde kann zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen führen. Richtig ist dagegen in die Hocke zu gehen, die Beine eng nebenander zu halten und sich die Ohren mit den Händen zuzuhalten, denn das Krachen beim Einschlag kann ein Knalltrauma verursachen.

Auch im Haus sollte man einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen: Fenster und Türen schließen, elektrische Geräte nicht anfassen. Im Auto besteht ebenfalls keine absolute Sicherheit vor Blitzen. Wichtig ist, Metallteile des Autos nicht zu berühren. Gefährdet sind im Auto durch die Helligkeit des Blitzes auch die Augen und durch den lauten Knall die Ohren bzw. das Gehör.

Quelle: Dr. Julia Hofmann02.06.15Zum AnfangZurück

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