Gewichtsabnahme rettet Knieknorpel

Menschen mit starkem Übergewicht, die größere Mengen ihre Gewichtes abnehmen, tun ihrer Gesundheit allgemein etwas Gutes. Bemerkbar macht sich das auch in den Gelenken. Der Abbau des Knorpels in den Knien wird erheblich verlangsamt, zeigt eine Studie. Um die Bewegungsfähigkeit zu erhalten, ist eine Gewichtsabnahme also sehr wichtig.

 

 

Übergewicht beschleunigt Verschleißkrankheit Arthrose

 

Der Bewegungsapparat ist durch überschüssige Pfunde stark belastet, sodass mit dauerhaften Schäden, insbesondere in den Kniegelenken, zu rechnen ist. Die Kniegelenkarthrose ist eine altersbedingte chronische Gelenkerkrankung, die mit einem entzündungsbedingten Abbau von Knorpelsubstanz einhergeht. Schäden im Bereich des Gelenkknorpels sind mit Schmerzen und Bewegungseinschränkung verbunden. Im Endstadium der Erkrankung steht möglicherweise der künstliche Ersatz des Gelenkes.

  

Ob es zwischen der Menge des Gewichtsverlustes Übergewichtiger und der chronischen gelenkzerstörenden Gelenkerkrankung Arthrose einen Zusammenhang gibt, untersuchten Wissenschaftler anhand von Magnetresonanzuntersuchungen (MRT) an 500 übergewichtigen oder fettleibigen Personen. Diese litten bereits unter einer leichten bis moderaten Knierarthrose und gingen in Gruppen verschiedenen Zielen nach. Die erste Gruppe nahm kein Gewicht ab, die zweite reduzierte ihr Gewicht leicht und die Teilnehmer der dritten Gruppe verloren über zehn Prozent ihres Körpergewichtes.

 

 

Gelenkabbau lässt sich durch deutliche Gewichtsabnahme bremsen

 

Der Knorpelabbau im Kniegelenk verlief bei Studienteilnehmern mit einem Gewichtsverlust von mehr als zehn Prozent sehr viel langsamer als bei den andern beiden Patientengruppen. Geringere Gewichtsabnahmen wirkten sich nicht positiv auf das Gelenk aus. Wer fleißig Gewicht reduziert hatte, wurde mit einem geringeren Fortschreiten der Arthrose insbesondere in gewichtstragenden Anteilen seines Kniegelenkes belohnt.

 

Ergebnisse der Studie wurden kürzlich anlässlich eines Treffens der Radiological Society of North America (RSNA) in Chicago vorgestellt.

Quelle: Dr. Julia Hofmann08.12.15Zum AnfangZurück

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