Extrakorporale Stoßwellen bessern Fersenschmerz

Fersenschmerzen aufgrund einer Reizung oder Entzündung einer Sehne im Bereich des Fersenbeins lassen sich mit der Extrakorporalen Stoßwellentherapie bessern, heißt es im "Deutschen Ärzteblatt". Beurteilt hat die Methode das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).


Verschiedene Therapien können bei gereizter Sehne helfen

Bei der Extraokorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) werden hochenergetische Druckwellen erzeugt, in der Tiefe des Gewebes gebündelt und dadurch Festkörper wie Verkalkungen zertrümmert. Angewendet wird die Methode zum Beispiel bei entzündlichen Veränderungen von Sehnen.

Die ESWT ist bei Fersenschmerzen im Vergleich zu einer Plazebobehandlung wirksam, so die Beurteilung des Nutzens der Therapie durch die IQWIG nach Prüfung entsprechender Studien um Thema. Ob die Wirksamkeit der Behandlung dem Vergleich zu anderen Therapien standhält, wurde allerdings nicht geprüft. 
 
Eine Reizung und Entzündung der Sehnenplatte der Fußsohle im Bereich des Fersenbeins kann zu Schmerzen führen, die bereits beim Anlaufen oder nach längerem Laufen auftreten. Die Schmerzen können von allein vergehen. Bleiben sie jedoch bestehen, kommen verschiedene Behandlungen in Betracht. Einlagen, Dehnübungen, entzündungshemmende Medikamente oder Spritzentherapie mit Kortison und Physiotherapie gehören zu den Möglichkeiten. Auch eine Operation kann helfen.


Vergleich verschiedener Behandlungen nicht möglich

Bei der ESWT sind nach örtlicher Betäubung die Behandlungen der schmerzhaftesten Stelle mit drei bis fünf Sitzungen üblich. Länger als ein oder zwei Wochen der Therapie sind in der Regel nicht nötig. 

Der Beurteilung zum Nutzen der ESWT legte das IQWiG 28 Studien zugrunde. Allerdings war die Beurteilung offenbar schwierig, weil Patienten einiger Studien oftmals mit mehr als einer Therapie behandelt wurden und zum Beispiel zusätzlich Schmerzmittel erhielten, sodass nur die Beurteilung eines Vergleichs mit einer Plazebobehandlung möglich war. Hierfür standen schließlich nur 15 Studien zu Verfügung.

Quelle: Dr. Julia Hofmann23.11.16Zum AnfangZurück

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