Dicke Luft schlägt auf das Gemüt

Schlechte Luft wirkt sich auf Lunge, Herzkreislauf, Stoffwechsel und die geistige Leistung aus, zeigen Studien. Forscher entdecken, dass Luftverschmutzung auch zu psychischem Stress führt und zu mentalen Störungen führen kann. Je schmutziger die Luft, desto häufiger treten mentale Störungen auf.


Luftverschmutzung ist mit vielen Krankheiten verbunden

Dass Luftverschmutzung der Gesundheit zusetzt und sogar das Leben verkürzen kann, ist bekannt. Verschiedene Lungenkrankheiten, Herzkreislaufkrankheiten, Stoffwechselstörungen und die Entwicklung einer Demenz sind mit schlechter Luft verbunden. Der Liste an bekannten, mit verschmutzter Luft einhergehenden Erkrankungen lässt sich nun erweitern: Psychologischer Stress und mentale Erkrankungen. Je höher die Schadstoffbelastung der Luft, desto größer sind die Auswirkungen auf die mentale Gesundheit, ergab eine Studie im Journal "Health & Place". 

Mit der Studie untersuchten Wissenschaftler der University of Washington School of Public Health erstmalig den Zusammenhang zwischen mentaler Gesundheit und Luftverschmutzung. 

Wo eine Person wohnt, mache einen großen Unterschied in der Gesundheit und Lebensqualität aus, so die Forscher. Bestimmte Umgebungsfaktoren bestimmten das körperliche und mentale Wohlbefinden. Dazu gehören zum Beispiel lokale Lebensmittelgeschäfte, Zugang zur Natur oder Sicherheit in der Nachbarschaft.


Forscher fordern politische Entscheidungen für eine bessere Luft

Luftverschmutzung steht auch mit einem veränderten Verhalten in Verbindung. Bei schlechter Luft gehen Anwohner seltener nach draußen und bewegen sich weniger, was der psychischen und physischen Gesundheit nicht zugutekommt.

In der aktuellen Studie zeigten sich Hinweise darauf, dass psychologischer Stress mit der Verschmutzung der Luft an Feinstaubpartikeln einhergeht. Die Forscher warnen, schon eine moderate Luftverschmutzung könnte die mentale Gesundheit gravierend beeinträchtigen. Hier sei die Politik gefordert. Das Problem der Luftverschmutzung sei noch lange nicht gelöst.

Quelle: Dr. Julia Hofmann08.11.17Zum AnfangZurück

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