Plötzlicher Herztod: Auf Calcium achten!

Calcium ist für die Knochengesundheit wichtig. Aber auch für das Herz hat der Mineralstoff Bedeutung. Zu geringe Werte von Calcium im Blut stehen möglicherweise mit dem plötzlichen Herztod in Verbindung. Calcium ist ein Mineralstoff, der vor allem über Milch und Käse aufgenommen wird.


Sekundentod: Ursachen nicht immer leicht klärbar

Der plötzliche Herztod, auch als Sekundentod bekannt, gilt als eine der führenden Todesursachen. Oftmals liegt eine Herzerkrankung zugrunde, aber nicht immer lassen sich bekannte Vorerkrankungen ausmachen. Das Herz hört plötzlich auf zu schlagen und es liegt eine gestörte elektrische Aktivität des Herzens zugrunde (Herzrhythmusstörung). Oft ist eine koronare Herzkrankheit die Ursache. Bei 50 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer lässt sich aber keine Arteriosklerose der Herzkranzarterien ausmachen.

In Deutschland ereignen sich jährlich 80.000 bis 100.000 Todesfälle aufgrund des plötzlichen Herztods. Risikofaktoren auszumachen, hat deshalb eine große Bedeutung. US-Forscher analysierten deshalb die Daten aus der Oregon Cardiac Arrest Study. Innerhalb von 13 Jahren ereigneten sich 267 Fälle von plötzlichem Herztod, die mit 445 gesunden Kontrollpersonen verglichen wurden. Für alle Studienteilnehmer lagen die Calciumwerte im Blut vor. Diese waren im Zeitraum von drei Monaten vor dem Herztod abgenommen worden. Calcium wird aus Nahrung bezogen und ist Bestandteil verschiedener Nahrungsmittel, vor allem von Milch und Käse.


Calcium aus Milch und Käse für die Herzfunktion

Das Risiko eines plötzlichen Herztods war für Studienteilnehmer mit den niedrigsten Calciumwerten (unter 8,95 Milligramm pro Deziliter) im Vergleich zu Teilnehmern mit den höchsten Werten (über 9,55 Milligramm pro Deziliter) im Blut 2,3-fach erhöht. 

Die Wissenschaftler betrachten geringe Calciumwerte im Blut daher als möglichen Risikofaktor für den plötzlichen Herztod. Es könnte also wichtig sein, den Calciumwert über die Ernährung hoch und konstant zu halten.

Ergebnisse der Studie präsentierten das Journal "Mayo Clinic Proceedings".

Quelle: Dr. Julia Hofmann18.10.17Zum AnfangZurück

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