Arterioseklrose: Kalium schützt Herz

Kalium ist in Spinat, Karotten, Bananen, Orangen und anderen Nahrungsmitteln enthalten und könnte vor einer Verkalkung der Herzkrankgefäße (Arteriosklerose) schützen. Forscher empfehlen, mehr Nahrungsmittel mit hohem Kaliumgehalt zu konsumieren.


Arteriosklerose bereitet Herzkreislaufkrankheiten den Weg

Mäuse, die mit ihrer Ernährung weniger Kalium aufnahmen, neigten eher zu Arteriosklerose als Tiere, die eine kaliumreiche Ernährung erhalten hatten, zeigt eine US-Studie im Journal "JCI Insight". Arteriosklerose ist der Hauptrisikofaktor für die koronare Herzkrankheit und den Herzinfarkt sowie andere Herzkreislaufkrankheiten. 

Herzkreislauferkrankungen sind die führende Todesursache. In den USA sterben jährlich 610.000 Menschen infolge von Herzkrankheiten. Koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt liegt eine Arteriosklerose zugrunde. Die den Herzmuskel versorgenden Herzkrankgefäße sind verändert. Fett, Cholesterin und Kalzium lagern sich in den Gefäßen ab, bilden "Plaques" und verhärten und verengen die Gefäße so mit der Zeit.

Kalium ist ein Mineralstoff, der für viele körperliche Funktionen wie die der Muskeln, Nerven und Zellen unerlässlich ist. Verschiedene Gemüse und Obstsorten sind besonders kaliumreich und Kalium lässt sich auch in Form einer Nahrungsergänzung zuführen.


Kaliumreiche Ernährung schützt Gefäße

Die Wissenschaftler der University of Alabama in Birmingham füttern Mäuse mit einer Diät, die verschiedene Mengen Kalium enthielt. Die Mäuse wiesen einen Mangel an Apolipoprotein E auf, was sie für Arteriosklerose empfänglich macht. Das Protein ist am Fettabbau beteiligt. Eine fettreiche Ernährung ist für Tiere mit einem Mangel an dem Protein besonders schädlich.

Nager, die eine kaliumarme Ernährung erhielten, entwickelten eher eine Kalzifizierung und Verhärtung ihrer Gefäße wie sie bei der Arteriosklerose vorkommen. Die Gefäße von kaliumreich ernährten Tieren dagegen wiesen diese Veränderungen nicht auf. Die Forscher konnten auch nachweisen, dass eine geringe Kaliumaufnahme die Kalziumeinlagerung in glatten Muskelzellen von Gefäßen fördert. Sie zeigten darüber hinaus, dass Kalium Selbstreinigungsprozesse von Zellen fördert.

Die Wissenschaftler fordern jetzt Studien am Menschen, um zu überprüfen, ob Kalium vergleichbare Auswirkungen auf die Entwicklung einer Arteriosklerose hat.

Quelle: Dr. Julia Hofmann17.10.17Zum AnfangZurück

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