Vitamin D könnte Diabetes Typ I vorbeugen

Kinder mit einem erblich bedingt erhöhten Risiko für Diabetes Typ I könnten von Vitamin D profitieren und das Risiko für die Zuckerstoffwechselstörung senken. Bei der jugendlichen Form der Diabeteserkrankung spielen Autoimmunprozesse eine Rolle und eigene insulinproduzierende Zellen in der Bauchspeicheldrüse werden attackiert.


Diabetes Typ I: Autoimmunreaktion zerstört insulinbildende Zellen

Kinder mit genetischem Risiko für Diabetes Typ I, deren Vitamin-D-Werte im Blut geringer sind, entwickeln die Erkrankung eher als Kinder, deren Vitaminwerte höher sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle US-Studie, die im Fachjournal "Diabetes" veröffentlicht wurde. Bei der autoimmunen Zuckerstoffwechselstörung bildet der Körper gegen insulinbildende Zellen Antikörper und zerstört diese. Insulin ist für die Aufnahme von Zucker in Körperzellen notwendig. Die früher auch als juvenile Diabetes bezeichnete Krankheit tritt vor allem in der Kindheit und Jugend auf.

Vitamin D bildet der Körper hauptsächlich unter der Einwirkung von UV-Strahlung, also der Sonne. Es ist in geringeren Mengen auch in Nahrungsmitteln wie fettem Fisch, Käse oder Eigelb enthalten und kann außerdem über eine Nahrungsergänzung zugeführt werden. Ein Mangel an dem Vitamin steht mit einer Vielzahl von Krankheiten in Verbindung und wird auch als Ursache von Autoimmunerkrankungen diskutiert.


Studie: Kinder mit geringen Vitaminwerten erkranken eher

In der den aktuellen Ergebnissen zugrundeliegenden Studie, die Teil einer großen Studie zur Ursachenuntersuchung von Diabetes Typ I ist, konnten die Forscher auf die Daten von mehr als 8.700 Kinder mit genetisch erhöhtem Diabetesrisiko zurückgreifen. Bei jedem Kind waren in der Kindheit über vier Jahre lang alle zwei bis drei Monate die Vitamin-D-Werte bestimmt und diese in Zusammenhang mit dem Auftreten der Diabeteserkrankung betrachtet worden.

Über Ursache und Wirkung zwischen Krankheit und Vitamin D können die Forscher nur spekulieren. Weitere Forschungsarbeiten wären nötig. Sie glauben, Vitamin D in der Kindheit könnte helfen, Diabetes bei dafür empfänglichen Kindern vorzubeugen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann01.11.17Zum AnfangZurück

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