Gesunder Lebensstil senkt Darmkrebsrisiko

Darmkrebs ist die mit am häufigsten vorkommende Krebserkrankung. Jeder Einzelne kann aber mit einem gesunden Lebensstil sein Risiko stark senken,  ergab eine große europäische Langszeitstudie mit fast 350.000 Teilnehmern.

 

Darmkrebs in Industrienationen häufiger

Jährlich erkranken nach Angaben der Internationmal Agency for Research on Cancer weltweit annähernd 750.000 Männer und 615.000 Frauen an Darmkrebs. Krebs des Darmes ist eine Erkrankung, die in westlichen Ländern bzw. Industrienationen besonders häufig vorkommt. Der Krebs tritt meist im Dickdarm oder Mastdarm auf und entwickelt sich häufig aus Darmpolypen, die sich innerhalb von wenigen Jahren bösartig verändern können. In enger Verbindung mit der Erkrankung steht der westliche Lebensstil. Verschiedene Faktoren dieses Lebensstils beeinflussen das Erkrankungsrisiko. Kommen mehrere Faktoren zusammen, so kann sich das Risiko erheblich steigern.

 

Fünf Faktoren beeinflussen Erkrankungsrisiko

Die kombinierten Auswirkungen von fünf Lebensstilfaktoren auf das Darmkrebsrisiko in der europäischen Bevölkerung untersuchten Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in der großen EPIC-Langzeitstudie mit einer Laufzeit von zwölf Jahren.

Das Risiko senken konnten demnach Nichtraucherstatus, nur moderater Alkoholkonsum, Normalgewicht bei einem Taillenumfang für Frauen unter 80 cm und Männer unter 94 Zentimeter. Daneben spielt körperliche Aktivität sowie eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen, Fisch und Joghurt eine Rolle. Rotes Fleisch und Wurstwaren dagegen sollten wenig konsumiert werden.

 

Jeder gesundheitsfördender Faktor allein wirkt positiv

Studienteilnehmer, die zwei gesundheitsfördernde Merkmale der gelisteten Lebensstilfaktoren aufwiesen, hatten gegenüber jenen mit keinem oder nur einem "positiven" Faktor ein um 13 Prozent geringeres Risiko für eine Darmkrebserkrankung. Bereits bei Vorhandensein dreier gesundheitsfördender Lebensstilfaktoren senkte sich das Risiko um 21 Prozent, bei vier Lebensstilfaktoren waren es 34 Prozent und bei allen fünf Faktoren 37 Prozent. 

 

Je mehr man für seine Gesundheit tut, desto geringer wird das Erkrankungsrisiko, so das Resümee der Forscher. Sie hoffen, die Erkenntnisse fließen in Präventionskampagnen ein und helfen, das Darmkrebsrisiko in der Bevölkerung zu senken.

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.10.14Zum AnfangZurück

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