Fünf Stunden Sport gegen Brustkrebs

Kanadische Forscher empfehlen Frauen nach den Wechseljahren, fünf Stunden pro Woche Sport zu treiben. Dies reduziert den Fettanteil und ist deshalb wahrscheinlich geeignet, das Brustkrebsrisiko zu senken. Hier zeigen Studien nämlich einen deutlichen Zusammenhang.

 

 

Mehr Bewegung, weniger Körperfett

 

Das Bewegung und Sport gesund sind, ist nichts Neues. Ganz besonders kommt Sport aber offenbar Frauen nach den Wechseljahren zugute, denn ein Mehr an Bewegung könnte das Brustkrebsrisiko senken. Forscher aus Edmonton verglichen die Auswirkungen von 150 und 300 Minuten Sport bei bislang sportlich untätigen Frauen, die die Wechseljahre bereits hinter sich hatten. Der für ein Jahr verordnete Sport war moderat bis anstrengend. Die Frauen hatten einen Body Mass Index zwischen 22 und 40. Der BMI ist eine Maßzahl für das Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße. Ein Wert bis zu 25 gilt als Normalgewicht, über 25 bis 30 als Übergewicht und mehr als 30 als Fettleibigkeit.

 

Frauen, die mehr Sport pro Woche trieben, verloren durchschnittlich ein Kilo mehr Fett als Frauen, die weniger Sport trieben. Weniger war auch das Unterhautfettgewebe, die Gesamtmenge des Bauchfettes, das als besonders ungesund gilt, der Body Mass Index (BMI), der Taillenumfang sowie das Taillen-Hüft-Verhältnis. Die beiden letzten lassen eine Abschätzung des Bauchfettes zu.

 

 

Brustkrebsrisiko mit Gewichtsabnahme senken

 

Besonders profitierten fettleibige Frauen mit einem BMI von 30 und darüber. Die Forscher belegen, dass das Verhältnis zwischen Sport und Fettmasse dosisabhängig ist. Je mehr Sport desto geringer der Fettanteil. Über 100 epidemiologische Studien belegten, dass das Risiko für Brustkrebs bei Übergewicht erhöht. Wer also mehr Sport treibt, sagt nicht nur dem Gewicht dem Kampf an, sondern reduziert nach den Wechseljahren auch sein Brustkrebsrisiko, heißt es in "JAMA Oncology". Demnach sollte die Menge des Sports über der bislang empfohlenen Menge zur Prävention von Krebs im Allgemeinen liegen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann31.07.15Zum AnfangZurück

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