Frühe Glatze erhöht Prostatakrebsrisiko nicht

Hohe männliche Geschlechtshormone sind für eine frühe Glatzenbildung verantwortlich. Auch Krebs der männlichen Vorsteherdrüse (Prostatakrebs) steht mit den Geschlechtshormonen in Verbindung. Einen Zusammenhang zwischen Glatzenbildung jüngerer Männer und Prostatakrebs konnten Forscher aber nicht nachweisen.

 

 

Männliche Geschlechtshormone fördern Glatzenbildung und Prostatakrebs

 

Männliche Geschlechtshormone spielen für eine frühe Glatzenbildung und die Entwicklung von Prostatakrebs eine Rolle. Bei der frühen Glatzenbildung aufgrund hoher Werte des männlichen Geschlechtshormons Dihydrotestosteron spricht man von "androgenetischem Haarausfall". Davon betroffen sind oftmals bereits junge Männer.

 

Auch Prostatakrebs entsteht eher bei hohen Werten des männlichen Geschlechtshormons. Hängen frühe Glatzenbildung und die spätere Entwicklung von Prostatakrebs möglicherweise zusammen? Während einige Studien diese Annahme stützen, kommt eine aktuelle in "Prostate" zu dem Schluss, dass Glatzenträger kein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs aufweisen.

 

 

Risikofaktoren für Krebs der Vorsteherdrüse

 

Die Forscher hatten die Daten von über 32.000 Männern analysiert, die an der US-Studie "Vitamins And Lifestyles" (VITAL) teilgenommen hatten. Zwar ließ sich kein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Prostatakrebs und frühem Haarausfall nachweisen, dafür konnten die Forscher aus Maryland andere Risikofaktoren ausmachen. Dies waren Erkrankungsfälle in der Familie, gegenwärtiges oder ehemaliges Rauchen, Alkoholkonsum und eine Vergrößerung der Prostata. Die Vergrößerung der Prostata (Prostatahyperplasie) ist eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse, die sich häufig bei älteren Männern entwickelt. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann19.02.15Zum AnfangZurück

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