Früchte und Alkohol beeinflussen Brustkrebsrisiko

Obst und Gemüse sind Bestandteil einer gesunden Ernährung. Mädchen, die in ihrer Jugend mehr davon konsumieren, tragen ein vermindertes Brustkrebsrisiko, zeigt eine aktuelle Untersuchung. Auch der Alkoholkonsum in mittleren Lebensjahren beeinflusst das Brustkrebsrisiko von Frauen.


Bananen, Äpfel, Orangen und Grünkohl wirken schützend

Ballaststoffe, Vitamine und andere wichtige biologisch aktive Substanzen sind in Obst und Gemüse enthalten. Dass sie vor Brustkrebs schützen könnten, wird schon lange vermutet, ist aber nicht wirklich bewiesen.

Ernährungswissenschaftler der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston zeigten jetzt, dass der Obst- und Gemüseverzehr in jungen Lebensjahren das Brustkrebsrisiko beeinflusst. Wie im "British Medical Journal" berichtet konnten Mädchen, die im Alter zwischen 13 und 18 Jahren viel Obst und Gemüse zu sich nahmen, das Risiko für eine spätere Brustkrebserkrankung um 25 Prozent senken.

Besonders wirksam im Schutz vor der Krebserkrankung erwiesen sich offenbar Bananen, Äpfel, Orangen und Grünkohl. Verantwortlich könnte der darin enthaltene Stoff Alpha-Karotin sein, so die Forscher. Der Konsum von Fruchtsaft zeigte dagegen keine Wirkung.


Forscher: Lebensstilfaktoren beeinflussen Herzrisiko

Eine weitere im gleichen Fachjournal veröffentlichte Studie ergab einen Zusammenhang zwischen dem Alkoholkonsum in mittleren Jahren und dem Risiko, Brustkrebs zu entwickeln. Frauen, die ihren Alkoholkonsum nach den Wechseljahren steigerten und fünf Jahre lang zwei Gläser Alkohol täglich zu sich nahmen, wiesen ein um 30 Prozent erhöhtes Brustkrebsrisiko auf. Dafür sank jedoch ihr Risiko für die koronare Herzkrankheit (KHK) um 20 Prozent. 

"Möglicherweise hat ein geringer bis moderater Alkoholkonsum einen gewissen Nutzen", glauben die Wissenschaftler, "doch überwiegt das erhöhte Risiko für Brustkrebs und andere Erkrankungen". Der koronaren Herzkrankheit ließe sich auch durch andere Faktoren bzw. mit dem Lebensstil vorbeugen.  

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.05.16Zum AnfangZurück

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