Frohnaturen haben gesündere Herzen

Optimisten können sich an einer besseren Herzgesundheit erfreuen als Trauerklöße oder Pessimisten, ergab eine aktuelle Untersuchung. Die Forscher folgern, dass psychologische Faktoren bedeutsam sind und stärker berücksichtigt werden sollten, um Herzkreislauferkrankungen zu bekämpfen und die Sterblichkeit zu senken.

 

 

Forscher untersuchen Lebenseinstellung und Herzfaktoren

 

Verglichen mit eher pessimistischen Zeitgenossen haben Menschen mit dem größten Optimismus auch eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit für ein optimal gesundes Herzkreislaufsystem, so Professor Rosalba Hernandez der University of Illinois. Der Zusammenhang hat auch dann noch statistisches Gewicht, wenn soziodemographische Daten und der geistige Gesundheitszustand berücksichtigt werden.

 

 

In der in "Health Behaviour and Policy Review" veröffentlichten Studie hatten er und Kollegen die Daten der Herzkreislaufgesundheit von 5.100 Erwachsenen unter die Lupe genommen und dafür sieben Messgrößen wie Blutdruck, Body-Mass-Index (BMI), Nüchternblutzuckerwerte, Cholesterinwerte, Ernährung, körperliche Aktivität und Rauchgewohnheiten ermittelt. Diese Faktoren benutzt auch die American Heart Association, um die Herzgesundheit zu untersuchen.

 

 

Optimisten haben beste Gesundheit

 

Die Studienteilnehmer waren 45 bis 84 Jahre alt. Die gesamte Gesundheit stieg mit der Höhe der Werte für Optimismus. Die optimistischsten Teilnehmer hatten eine um 50 bis 76 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für gute und beste Werte in Gesundheitsscores. Große Optimisten wiesen doppelt so häufig eine ideale Herzkreislaufgesundheit auf und erreichten zu 55 Prozent wahrscheinlicher einen mittleren Wert für die Gesamtgesundheit.

 

Blutzucker- und Cholesterinwerte waren bei Optimisten besser, sie waren körperlich aktiver und schlanker und rauchten auch weniger. Dies ist bedeutsam, da eine Studie aus dem Jahr 2013 gezeigt hat, dass bereits eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitswertes um einen Punkt die Häufigkeit von Schlaganfällen merklich senken kann.

 

Demnach könnten  auch nur moderate Unterschiede in der Herzkreislaufgesundheit zu einer statistisch relevanten Senkung der Todesraten beitragen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann21.01.15Zum AnfangZurück

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