Frauen: Quecksilber im Fisch kann krank machen

Zwei bis drei Fischportionen pro Woche empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Besonders Schwangere sollten auf bestimmte Fischarten aber verzichten, denn sie sind stärker mit Quecksilber belastet.

 

 

Quecksilber in Fisch schädigt Immunsystem

 

Fisch gilt aufgrund seiner wertvollen Nährstoffe als gesund. Wegen der zunehmenden Schadstoffbelastung sollen schwangere und stillende Frauen jedoch den Konsum bestimmter Fischarten wie Thunfisch, Heilbutt, Schwertfisch, Rotbarsch, Haifisch und Aal einschränken bzw. darauf verzichten.

 

US-Forscher fanden nun heraus, dass die Quecksilberbelastung aufgrund von Fischkonsum bei Frauen im gebärfähigen Alter einen Risikofaktor für die Entwicklung von Autoimmunerkrankungen darstellt. Bei dieser Art von Erkrankungen bildet das Immunsystem Betroffener Antikörper, die sich gegen körpereigene Gewebe richten und diese schädigen (Autoantikörper). Das Immunsystem ist nicht in der Lage, zwischen schädigenden Stoffen wie Bakterien und Viren, die es zu bekämpfen gilt und nicht schädlichen zu unterscheiden, sodass körpereigene Gewebe "irrtümlich" angegriffen werden.

 

Autoimmunerkrankungen sind beispielsweise entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, Lupus erythematodes, Sjörgen-Syndrom, rheumatoide Arthritis und Multiple Sklerose. Autoimmunerkrankungen rangieren unter den zehn häufigsten Todesursachen bei Frauen.

Die Ursachen für die Entstehung von Autoimmunerkrankungen sind bislang nicht hinreichend geklärt. Neben der Vererbung spielen vermutlich eine ganze Reihe von Umweltfaktoren eine Rolle.

 

 

Vorsicht bei der Fischauswahl

 

Wissenschaftler der University of Michigan hatten die Daten von 16 bis 49 Jahre alten Frauen des "National Health and Nutrition Examination Survey" von 1999 bis 2004 analysiert. Sie stellten fest, dass Frauen, die einer höheren Quecksilberbelastung ausgesetzt waren, eher Autoantikörper bildeten, die als Vorboten einer Autoimmunerkrankung gelten.

 

Besonders Frauen im gebärfähigen Alter mit einem erhöhten Risiko für Autoimmunerkrankungen, etwa bei Erkrankungsfällen in der Familie, sollten mit dem Fischkonsum vorsichtig sein, so die Wissenschaftler.

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.02.15Zum AnfangZurück

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