Frauen: Moderater Bierkonsum schützt Herz

Frauen, die ein- bis zweimal pro Woche ein Bier trinken, haben vielleicht ein geringeres Risiko für einen Herzinfarkt. Allerdings sollte der Bierkonsum wirklich nur mäßig sein. Wer zu viel Bier trinkt, hat keinen Nutzen für die Gesundheit zu erwarten. Ein Bier ein- bis zweimal pro Woche oder Monat gilt der Studie zufolge als moderat.

 

 

Hoher Alkoholkonsum mit Krebserkrankungen verbunden

 

Die langfristigen Auswirkungen des Bierkonsums von Frauen in Schweden nahmen Forscher der Universität Gothenburg unter die Lupe. Sie beobachteten eine repräsentative Gruppe von Frauen über annähernd 50 Jahre lang. Am Ende der Studienperiode waren die Frauen zwischen 70 und 92 Jahre alt.

 

Die 1.500 Frauen waren zu ihrem Bier- und Alkoholkonsum in den vergangenen zehn Jahren und ihren körperlichen Beschwerden und Erkrankungen befragt worden. Währen der 32 Jahre andauernden Nachbeobachtungszeit entwickelten 185 Frauen einen Herzinfarkt, 162 einen Schlaganfall und 345 eine Krebserkrankung.

 

Anhand der Studiendaten ließ sich nachweisen, dass ein hoher Konsum von Alkohol mit einem deutlich erhöhten Todesrisikos aufgrund einer Krebserkrankung verbunden war. Frauen, die berichtet hatten, ein- bis zweimal wöchentlich bis ein- bis zweimal monatlich Bier zu trinken, wiesen ein um bis zu 30 Prozent geringeres Herzinfarktrisiko auf als jene, die häufiger Bier konsumierten oder Bier gar nicht zu sich nahmen.

 

 

Studie: Wein schützt Frauenherzen nicht

 

Bereits frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass ein moderater Alkoholkonsum mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden sein könnte. Bezüglich eines potentiellen Nutzens herrscht aber immer noch Uneinigkeit. Laut Studienautoren geben ihre Studienergebnisse nun erneut Hinweise auf einen möglichen Nutzen, da auch andere Herzrisikofaktoren berücksichtigt wurden.

 

Übrigens fanden sie Wissenschaftler keinen Hinweis darauf, dass moderater Weinkonsum den gleichen herzschützenden Effekt hat. Weitere Studien sollten den Zusammenhang überprüfen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann02.10.15Zum AnfangZurück

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