Fleisch bei Nierenerkrankungen nachteilig

Nierenerkrankungen sind auf dem Vormarsch. Bis zu zehn Prozent der Deutschen sollen bereits betroffen sein. Mögliche Folge ist das komplette Nierenversagen. Die Ernährung ist wichtig, damit die Nierenerkrankung nicht fortschreitet. Besonders tierisches Eiweiß, das besonders in rotem Fleisch vorkommt, kann die Nierenfunktion nachhaltig negativ beeinflussen.

 

 

Fleisch: Stoffwechsel beeinträchtigt Nierenfunktion

 

Patienten mit chronischer Nierenerkrankung, die viel Fleisch konsumieren, tragen ein dreifach erhöhtes Risiko, Nierenversagen zu entwickeln wie Nierenkranke mit fleischarmer Ernährung, so Forscher aus Texas im "Journal of the American Society of Nephrology".  Das ergaben die Daten von fast 1.500 Erwachsenen mit chronischen Nierenerkrankungen, die langzeitig auch hinsichtlich ihrer Ernährungsgewohnheiten untersucht worden waren.

 

Ursache ist der Stoffwechsel der tierischen Eiweiße, so die Forscher. Diese werden zunächst in Säuren umgewandelt, die der Körper mithilfe der Nieren ausscheiden möchte. Die dafür nötigen in der Niere produzierten Substanzen können die Nierenfunktion aber schädigen, wenn sie in hoher Konzentration über eine lange Zeitdauer im Körper verbleiben. Dies ist der Fall, wenn regelmäßig und häufig Fleisch konsumiert wird und regelmäßig die Nieren beansprucht werden, um die entstehenden Säuren auszuscheiden.

 

 

Obst und Gemüse für Blutdruck, Herz und Nieren vorteilhaft

 

Eine Ernährung auf pflanzlicher Basis mit viel Obst und Gemüse und damit pflanzlichen Eiweißen schützt die Nieren bei Tier und Mensch, so die Wissenschaftler. Ob sie auch vor Nierenerkrankungen bewahren kann, ist unklar. Der allgemeine Nutzen für die Gesundheit jedoch ist belegt. Denn eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten mit mehr pflanzlichen Eiweißen kommt dem Blutdruck und dem Herz zugute. Davon profitieren natürlich auch Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen, denn die meisten leiden aufgrund der Krankheiten auch unter einem erhöhten Blutdruck.

Quelle: Dr. Julia Hofmann06.03.15Zum AnfangZurück

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