Finanzen können Kopfschmerzen machen

Dass finanzielle Sorgen wortwörtlich Kopfzerbrechen bereiten können, fanden Wissenschaftler jetzt heraus. Menschen mit bestimmten Genvarianten leiden bei finanziellem Stress eher unter Migräne. Eine einzelne Ursache für die starken Kopfschmerzen sind die Finanzen aber nicht und auch andere Stressarten könnten zu Migräne führen.


Gene und Umweltfaktoren beeinflussen Migräne

Migräne ist eine schwere neurologische Erkrankung. Weltweit ist eine Billion Menschen betroffen. Etwa eine von vier Frauen und einer von zwölf Männern leidet darunter.

An der Entstehung von Migräne sind eine Vielzahl von Genen und ihr Zusammenspiel mit Umgebungsfaktoren beteiligt. Veränderungen von Genen, die für den Tag-Nacht-Rhythmus bedeutsam sind, beeinflussen Stimmungsschwankungen und damit verbundene Erkrankungen, was die Vermutung aufkommen ließ, dass diese Gene auch mit der Migräne zusammenhängen könnten.

Britische und ungarische Wissenschaftler untersuchten nun mehr als 2.300 Menschen aus Budapest und Manchester hinsichtlich des Auftretens zweier Genvarianten des "Uhren-Gens" und wie diese mit Migräne zusammenhängen. Das Uhren-Gen regelt rhythmisch verändernde Körperfunktionen bei Tag und bei Nacht, wie den Blutdruck, die Körpertemperatur oder das Stresshormon Cortisol. 


Finanzieller Stress fördert Migräne

Es zeigte sich zunächst keine direkte Verbindung zwischen den Genvarianten und dem Auftreten von Migräne. Unter finanziellem Stress aber, der anhand eines Fragbogens untersucht worden war, erhöhten die Genvarianten die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Migräne um 20 Prozent.

Offenbar beeinflussen die Erbsubstanz und Stress das Auftreten von Migräne. Die Gene wären aber nicht die alleinige Ursache, trügen aber zu einem wahrscheinlichen Auftreten der Migräne bei. Die Forscher wollen jetzt untersuchen, ob auch andere Genvariationen Migräne beeinflussen.

Die Ergebnisse waren in zwei Studiengruppen mit verschiedenen Populationen beobachtet worden. Etwa ein Drittel der Menschen ist Träger der untersuchten Genvariation.

Quelle: Dr. Julia Hofmann15.09.17Zum AnfangZurück

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